Bandar Seri Begawan - Es sind drastische Maßnahmen, die das reiche Ölsultanat Brunei ergreift, um der Schuldenmacherei seiner Einwohner ein Ende zu setzen: Die Bürger dürfen künftig nur Kreditkarten der Bank behalten, bei der sie ihr Gehaltskonto haben. Das Kreditlimit orientiert sich dann am Einkommen. Privatkredite dürfen künftig nicht mehr per Kreditkarte bedient werden.
Die unkonventionelle Maßnahme führt allerdings bei vielen Bruneiern zu Empörung: "Persönliche Schulden zu reduzieren ist eine gute Idee, aber dies wird die meisten von uns umbringen!", kommentierte ein Leser am Freitag im Online-Forum "Brudirect". Die Bruneier seien es gewohnt, die Ratenzahlungen von Krediten mit Kreditkarten zu begleichen.
Brunei ist ein kleines Land auf der Insel Borneo in Südostasien. Nach Wirtschaftsleistung pro Kopf der Bevölkerung gehört es zu den zehn reichsten Ländern der Welt. Das Einkommen stammt weitgehend aus der Öl- und Gasförderung. Die Regierung sorgt sich aber um die persönliche Verschuldung der Einwohner.
sam/dpa-AFX
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