Hamburg - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geht mit der deutschen Wirtschaftselite hart ins Gericht und will die persönliche Haftung für Manager verschärfen. "Wirtschaftliche Spielermentalität" sei eine entscheidende Ursache für die Finanzmarktkrise, sagt die Liberale im SPIEGEL.
"Gier und Leichtsinn wurden bei manchen Managern nicht nur durch satte Boni geweckt, sondern auch durch zu wenig Haftung und persönliche Verantwortung gefördert." Die Vergütungen seien "zu oft ohne persönliches Risiko" für die Manager geflossen.
Auch für die Wirtschaftselite müsse aber gelten, "dass man für persönliche Fehler geradestehen muss", so die Ministerin.
Die FDP-Frau will deshalb insbesondere die einschlägigen Verjährungsfristen bei Wirtschaftsdelikten verlängern: "Haftungsansprüche verjährten bislang zu früh, das müssen wir ändern", so Leutheusser-Schnarrenberger. Aktuell gebe es im Aktienrecht Sonderregeln, die dazu führten, dass Ansprüche gegen Vorstände nach fünf Jahren verjähren. Gerade in der Krise habe sich aber gezeigt, dass sich die verhängnisvollen Folgen mancher Geschäfte erst nach einer ganzen Weile herausstellten.
"Es ist wichtig, dass wir genug Zeit haben, diese Finanzkrise und ihre Ursachen auch rechtlich in Ruhe aufzuarbeiten", so die Ministerin, die auch in diesem Punkt noch erhebliche Defizite sieht: "Eine ehrliche und schonungslose Analyse der Finanzkrise steht in Deutschland noch aus."
US-Präsident Barack Obama habe entschieden, die Ursachen von einer Kommission untersuchen zu lassen. Dies, so Leutheusser-Schnarrenberger, halte sie für "einen klugen Weg".
wal
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Umgekehrt wird ein Schuh draus. Dadurch, dass die Kriminalität in den Führungsriegen von Politik und Wirtschaft in der Regel straffrei bleibt, verstärkt sich die Krise. mehr...
Der Verfasser der Studie äußert in dem von Ihnen verlinkten Artikel Erstaunen darüber, dass nicht mehr Geld in Präventions- und Kontrollmaßnahmen investiert werden würde. Mich wundert dies offengestanden nicht. Wenn die [...] mehr...
ist wohl anzunehmen: http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1199685/Milliardenschaeden-durch-Mitarbeiter.html mehr...
Naja, da bin ich mir nicht ganz sicher, wer da Vorbild für wen ist. Immerhin hat das Verbrechen mit der größten Schadenssumme aller Zeiten in Deutschland ja erst nach Ausbruch der Finanzkrise stattgefunden: Das [...] mehr...
Dessen bin ich mir sicher. Ich würde unterscheiden, ob zur persönlichen Bereicherung des Managers oder zum Wohl des Unternehmens. Deshalb fällt mir eine pauschale Verurteilung diesbezüglich schwer. Und . . . ja, ja, ich [...] mehr...
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