Berlin - Die finanzielle Schieflage bei den gesetzlichen Krankenversicherungen schlägt nun mit voller Wucht bei den Versicherten durch: Mehreren Millionen Deutschen stehen einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden Wochen Zusatzbeiträge ins Haus.
Rund ein Dutzend Kassen plane, wegen ihrer angespannten Finanzlage teils schon in diesem Quartal einen Zusatzbeitrag von bis zu acht Euro monatlich zu erheben, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf Kassenkreise. Dazu gehören nach Angaben der Zeitung die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) und die Deutsche BKK. Dem Bundesversicherungsamt lägen nach Angaben einer Sprecherin bislang drei entsprechende Anträge vor, mit weiteren sei zu rechnen.
Schließlich fehlen den gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr laut Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung voraussichtlich vier Milliarden Euro.
Von der ersten Welle der Zusatzbeiträge seien bis zu 20 Prozent des Marktes betroffen, also rund zehn Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wurden die Kreise weiter zitiert. Einige Kassen hätten angeblich schon Beschlüsse für Zusatzbeiträge gefasst, sie aber noch nicht veröffentlicht. Bei anderen stünden die Gremienbeschlüsse unmittelbar bevor.
Die große Koalition hat den gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit eingeräumt, Zusatzbeiträge zu erheben, um so mehr Wettbewerb unter den Kassen zu schaffen. Erhebt die Krankenversicherung Zusatzbeiträge, kann der Versicherte deshalb außerordentlich kündigen.
Angesichts des Milliardendefizits hat der GKV-Verband bereits mehrfach gewarnt, die verbleibende Lücke werde Zusatzbeiträge bei den Kassen auf breiter Front nach sich ziehen. Besonders die rapide steigenden Ausgaben für Krankenhausbehandlungen, Arzneimittel und Arzthonorare sind Grund für das drohende Milliardendefizit.
Dazu kommt, dass die Kassen laut Gesetz allein 800 Millionen Euro dazu verwenden müssen, um eine Rücklage aufzubauen. Zusatzbeiträge müssen Kassen erheben, die mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen.
Dass sich das Milliardenloch schnell beheben lassen wird, ist unwahrscheinlich. Dennoch lehnt es die schwarz-gelbe Koalition bislang ab, mit einem raschen Sparpaket auf die Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung zu reagieren.
fro/Reuters/ddp
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hallöchen, ich komm jetzt leider nicht mit dem zweiten absatz klar, ich hatte lediglich auf jemand reagiert welcher die abschaffung der krankenkassen fordert und wollte nur schon mal auf das nächste übel hinweisen was dann [...] mehr...
Da will die FDP auch hin. mehr...
Ja, wenn ich das richtig sehe, finanzieren wir durch die Steuern Arbeitnehmer. Wir bezahlen uns selbst, damit wir Arbeit haben. Ich find das irgendwie komisch. Die neue Abgabe sorgt dafür, dass nur ein Teil der 100.000 [...] mehr...
Nur Abzocken Bei Fast Keiner Leistung - Das Ist Diebstahl!!! mehr...
Meinen Sie jetzt die privaten Krankenversicherungen - da ist es allerdings etwas weniger und gut in den Tarifen versteckt. Bei gesetzlichen Krankenkassen dürften es so um die 6% sein - und immer deutlich weniger als in der [...] mehr...
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