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04.02.2010
 

Gigantisches Haushaltsdefizit

Griechen streiken gegen EU-Sparvorgaben

Griechenlands Regierungschef Papandreou: Nullrunden bei BeamtengehälternZur Großansicht
REUTERS

Griechenlands Regierungschef Papandreou: Nullrunden bei Beamtengehältern

Streiks und Demonstrationen in Griechenland: Die EU hat die Regierung in Athen wegen ihres gigantischen Haushaltsdefizits zu drastischen Sparmaßnahmen verdonnert. Jetzt protestieren Finanz- und Zollbeamte gegen die drohenden Kürzungen.

Athen - Das griechische Sparprogramm stößt auf massiven Widerstand im Land. Am Donnerstag sind Beamte des griechischen Zolls und des Finanzamtes in einen 48-stündigen Warnstreik getreten - aus Protest gegen die geplanten Kürzungen.

Die zwei größten Gewerkschaftsverbände des Landes riefen ebenfalls zu Warnstreiks auf. Am Mittwoch kommender Woche wollen weitere Staatsbedienstete sowie Ärzte und Arbeiter die Arbeit niederlegen, für den 24. Februar kündigten die griechischen Gewerkschaften einen Generalstreik an.

Er bedauere es zutiefst, dass sich die Regierung in Athen den "Wünschen des Marktes" gebeugt habe, sagte der Gewerkschaftsführer Yiannis Panagopulos am Mittwoch. "Unsere Nettogehälter werden zwischen 6 und 25 Prozent gekürzt, wenn dieses Programm in die Tat umgesetzt wird", sagte der Präsident der Gewerkschaft der Staatsbediensteten Spyros Papaspyros am Donnerstag im griechischen Fernsehen. Das könne "niemand ertragen".

Griechenlands Regierungschef Giorgios Papandreou hatte Anfang der Woche unter anderem Nullrunden bei den Beamtengehältern, eine Anhebung des Rentenalters und höhere Kraftstoffpreise angekündigt, um den gigantischen Schuldenberg des Landes abzubauen. Die EU hatte den stark defizitären griechischen Haushalt zuvor unter ihre Kontrolle gestellt und leitete wegen falscher statistischer Angaben ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Athen ein.

Griechenland ist der Schuldensünder der Europäischen Union. Die sozialistische Regierung muss das Defizit von fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2012 unter die erlaubte Marke von drei Prozent drücken. Die EU-Kommission hatte die griechischen Staatsfinanzen am Mittwoch unter ihre Aufsicht gestellt. Athen hat wenig Zeit, um die Sparmaßnahmen umzusetzen. Den ersten Bericht über Fortschritte bei den Reformen und Sparmaßnahmen muss Athen der EU-Kommission bereits am 16. März vorlegen.

ssu/AFP/dpa

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07.03.2010 von Satiro:

Da ich bisher ich keine Ahnung hatte, wer sich hinter dieser Gesellschaft für Wissenschaft und Politik verbirgt, habe ich mal etwas gegoogelt und mit zwei Mausclicks gefunden : >>>Einer der wichtigsten [...] mehr...

07.03.2010 von Satiro:

Auch dieser famose Heribert Dieter scheint nicht zu wissen, dass die wahre Wirtschaftsleistung Griechenlands auch die von keiner Statistik erfaßte Schattenwirtschaft des Landes beinhalten müßte. Und wenn man die Spekulation, [...] mehr...

07.03.2010 von werner3: Soll die EU im Notfall einspringen?

Auf gar keinen Fall. Wenn die Griechen klug sind, lassen sie sich den Radikalsparkurs nicht aufzwingen, da er zum Kollaps ihrer ohnenhin schwachen Wirtschaft führen muß. Davon würden sie sich viele Jahre nicht erholen. Es [...] mehr...

07.03.2010 von Alka Wumm:

Aha, am besten wir legalisieren ebenfalls die Korruption. Das macht die Lage mit den Parteispenden und den Sponsoring von Parteievents wesentlich einfacher. Ist wahrscheinlich schon in Arbeit. mehr...

06.03.2010 von Deutschmichel: Kann das ein Grund sein?

Dass vor einigen Tausend Jahren dort eine - damals wie heute zweifelhafte - Demokratie ihre Wiege hatte, kann doch nicht der Grund dafür sein, einem Haufen korrupter Beamter und zahlungsunwilliger Steuersünder das weiche Bett [...] mehr...

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