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19.02.2010
 

Sicherungsfonds

EU will Bankkunden besser schützen

Die EU will Sparer besser vor der Zockerei von Banken schützen: Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge sollen Geldinstitute künftig zwei Prozent ihrer Spareinlagen in einen Sicherungsfonds einzahlen - das ist drei- bis fünfmal so viel wie bislang.

Hamburg - Die Europäische Union will die Gelder von Bankkunden einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge besser schützen. Die Banken sollten künftig zwei Prozent der Spareinlagen in einen Sicherungsfonds einzahlen, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf ein Papier, das die EU-Kommission kürzlich den Mitgliedstaaten vorgelegt habe.

Das wären dem Bericht zufolge im Schnitt drei- bis fünfmal so viel wie bislang. Die privaten Banken in Deutschland etwa zahlen laut der Zeitung jährlich nur 0,06 Prozent der Spareinlagen ihrer Kunden in den freiwilligen Sicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken ein.

Die Einlagensicherung der Bankkunden sei derzeit mit europaweit 23 Milliarden Euro völlig unterfinanziert, zitierte die "Financial Times Deutschland" aus dem Papier. Die EU hatte infolge der Finanzkrise, die mehrere Banken an den Rand der Pleite brachte, bereits die gesetzliche Einlagensicherung erhöht.

Seit dem Sommer 2009 sind Einlagen wie Sparguthaben, Tages- oder Festgelder bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geschützt, ab Januar 2011 soll die Haftungsgrenze auf 100.000 Euro erhöht werden. Davor waren es höchstens 20.000 Euro. Dem EU-Papier zufolge ist dies aber nur eine Notreparatur gewesen, auf die eine umfassende Reform der Einlagensicherungssysteme folgen müsse, berichtete das Blatt.

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung haben sich die meisten deutschen Geldinstitute freiwilligen Sicherungsfonds angeschlossen, die für darüber hinausgehende Summen einspringen. Die nationalen Sicherungssysteme will die Kommission dem Bericht zufolge nicht antasten. Sie sollen die Sparer im Fall einer Bankenpleite aber schneller entschädigen - innerhalb einer Woche.

fro/AFP

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