London - Goldman Sachs geht in die Offensive: Ein hochrangiger Manager der ehemaligen Investmentbank hat den umstrittenen Cross-Currency-Swap mit Griechenland vor dem britischen Finanzausschuss verteidigt. Das berichten mehrere englischsprachige Medien wie die "Financial Times" und das "Wall Street Journal".
Der Goldman-Banker Gerald Corrigan, der früher Präsident der New Yorker Federal Reserve Bank war, sagte, er habe sich einige Tage mit dem Fall beschäftigt und sei nun davon überzeugt, dass das Geschäft nicht unangemessen und mit den damaligen geltenden Regeln konform gewesen sei. Corrigan ist der erste Goldman-Sachs-Mitarbeiter, der öffentlich über den Swap spricht.
Goldman Sachs hatte Griechenland keinen normalen Kredit gegeben, sondern ein spezielles Finanzinstrument, einen sogenannten Cross-Currency-Swap, genutzt.Dieses Geschäft ließ sich Goldman Sachs ordentlich bezahlen: 300 Millionen Dollar habe Griechenland bis 2009 an das Bankhaus abgeführt, berichtete die "New York Times".
Mit derartigen Instrumenten werden in Fremdwährungen aufgenommene Staatsschulden zunächst in Euro getauscht - und nach einer gewissen Laufzeit wieder zurück getauscht.
Die Wertpapiere hätten die griechische Schuldenquote in den Jahren 2000 und 2001 "wenig, aber nicht unerheblich" gemindert, so Corrigan vor dem Finanzausschuss. Er merkte an, dass die Europäische Union die Schuldenregeln im Jahre 2007 geändert habe. Das könne darauf hinweisen, dass die frühere Vorgehensweise "zu liberal" gewesen sei, räumte er ein. Goldman Sachs sei allerdings nicht die einzige Bank gewesen, die diese Art von Geschäften gemacht habe.
Nicht allergisch gegen eine strukturelle Reform
Solche Transaktionen sind im internationalen Finanzgeschäft Usus, die Variante, die Goldman Sachs Griechenland und auch Italien anbot, enthält aber eine spezielle Komponente: Abgerechnet wurde zu fiktiven Wechselkursen. Beim Geldtauschen wurden aus zehn Milliarden Euro elf, womöglich noch mehr.
Goldman Sachs gab den Griechen einen versteckten Kredit - der aber als solcher nicht ausgewiesen werden musste. Das Staatsdefizit wurde so gedrückt - eine der Wurzeln für die gewaltigen Krise, die die katastrophalen Schulden des Landes nun verursachen.
Dieses Problem sieht Goldman-Sachs-Manager Corrigan offenbar nun auch. Er sagte vor dem britischen Finanzausschuss, er sei nicht "allergisch" gegenüber einer strukturellen Reform des Finanzsystems. Man müsse jedoch vorsichtig sein, wenn man diesen Kurs einschlage, weil man dann kein echtes Maß mehr für Erfolg hätte.
In einem 16-seitigen Statement schlug Corrigan Änderungen vor, etwa einen systemischen Regulator, höhere Kapital- und Liquiditätsquoten für Banken und eine bessere internationale Zusammenarbeit.
fro
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Da ich bisher ich keine Ahnung hatte, wer sich hinter dieser Gesellschaft für Wissenschaft und Politik verbirgt, habe ich mal etwas gegoogelt und mit zwei Mausclicks gefunden : >>>Einer der wichtigsten [...] mehr...
Auch dieser famose Heribert Dieter scheint nicht zu wissen, dass die wahre Wirtschaftsleistung Griechenlands auch die von keiner Statistik erfaßte Schattenwirtschaft des Landes beinhalten müßte. Und wenn man die Spekulation, [...] mehr...
Auf gar keinen Fall. Wenn die Griechen klug sind, lassen sie sich den Radikalsparkurs nicht aufzwingen, da er zum Kollaps ihrer ohnenhin schwachen Wirtschaft führen muß. Davon würden sie sich viele Jahre nicht erholen. Es [...] mehr...
Aha, am besten wir legalisieren ebenfalls die Korruption. Das macht die Lage mit den Parteispenden und den Sponsoring von Parteievents wesentlich einfacher. Ist wahrscheinlich schon in Arbeit. mehr...
Dass vor einigen Tausend Jahren dort eine - damals wie heute zweifelhafte - Demokratie ihre Wiege hatte, kann doch nicht der Grund dafür sein, einem Haufen korrupter Beamter und zahlungsunwilliger Steuersünder das weiche Bett [...] mehr...
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