Nürnberg - Eine zunehmende Angst vor dem Verlust des Jobs vermiest den Verbrauchern zusehends die Stimmung. Sie erwarteten, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten schwieriger werde, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch in Nürnberg mit. Diese Angst überlagere inzwischen die positiven Effekte des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes der Regierung.
Der GfK-Konsumklimaindex verschlechterte sich demnach von 3,3 Punkten im Januar auf 3,2 Punkte im Februar. Damit sinkt der Indikator zum fünften Mal in Folge.
Verunsichert seien die Verbraucher auch durch die öffentliche Diskussion um die Haushaltslage in Griechenland und anderen europäischen Staaten. Die Menschen erwarten davon demnach negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Dadurch lässt auch die Kauflust nach, die zu Jahresbeginn noch durch den Preiskampf des Einzelhandels befeuert worden war.
Wegen der Auswirkungen der Wirtschaftskrise geht die GfK davon aus, dass 2010 kein einfaches Jahr für den privaten Konsum wird - ein "Katastrophenjahr" sei aber auch nicht zu erwarten. "Angesichts einer im europäischen Vergleich hohen Anschaffungsneigung haben wir keinen Grund, in tiefe Trauer zu verfallen", sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst. Insgesamt dürfte der Konsum in etwa sein Vorjahresniveau halten. Gleichwohl bleibe einiges zu tun, um negative Effekte seitens der Arbeitsmarktentwicklung auszugleichen.
"Die Regierung muss ihre Hausaufgaben erledigen"
Nicht zuletzt die Politik sieht Wübbenhorst in der Verantwortung: "Sich zurückzulehnen und auf die anziehende Weltwirtschaft zu verlassen, reicht keinesfalls aus." Die Regierung müsse ihre Hausaufgaben erledigen. "Das betrifft vor allem des Thema 'mehr Netto vom Brutto', also die Entlastung der Bürger von Steuern und Abgaben." Auch sei es nicht zuträglich, wenn jede Woche neue Szenarien höherer Abgaben diskutiert würden.
Von zentraler Bedeutung für den Verbraucher sei die Planungssicherheit, sagte Wübbenhorst. So müsse die Politik sicherstellen, dass der aktuell zarte Aufschwung in eine nachhaltige Erholung münde. "Im Vordergrund dürfen eben nicht die bevorstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen oder Umfragewerte stehen. Vielmehr muss Deutschland weiter fit gemacht werden für den Aufschwung."
Der Konsumklimaindikator wird aus den drei Komponenten - Konjunkturerwartung, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung - monatlich ermittelt. Er basiert auf rund 2000 Verbraucherbefragungen und wird seit 1980 erhoben.
kgp/dpa/ddp/Reuters
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Der Staat soll gefälligst Rahmenbedingungen schaffen, die die nötigen Arbeitsplätze entstehen lassen, damit die Menschen mit produktiver Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können, dann bedarf es keiner Geldgeschenke! mehr...
Sorry, habe nicht differenziert, ich meinte die mentalen Werte dessen die diese Überschrift des Forums erstellt haben :-)) Dabei liegt doch soviel Schnee jetzt, auch in Hamburg, und die Kraefte vom Spiegel koennten so viel [...] mehr...
"Soll der Staat mit Geldgeschenken den Konsum fördern?" Linke Tasche, rechte Tasche! H. mehr...
Hallo Was die sog Schenkung betrifft .... möchte ich mal folgendes dazu sagen. Es ist nicht in Ordnung ,wenn zB mir die Eltern jetzt schon Ihr zB Anwesen schenken sollen . Unterstellt man mal ich erleide einen tödlichen [...] mehr...
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