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05.03.2010
 

Einkommen in Deutschland

Gehälterkluft zwischen Männern und Frauen wächst

Schweißerin: Verdienstabstand in Deutschland liegt über dem EU-DurchschnittZur Großansicht
Corbis

Schweißerin: Verdienstabstand in Deutschland liegt über dem EU-Durchschnitt

Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer - und neue Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen: Der Unterschied ist in den vergangenen Jahren sogar noch größer geworden. EU-Kommissarin Viviane Reding verlangt jetzt von der Bundesregierung Gegenstrategien.

Wiesbaden - Trotz regelmäßiger Proteste, trotz vieler Initiativen und trotz des Antidiskriminierungsgesetzes: Die Unterschiede in der Bezahlung von Männern und Frauen werden immer größer - und zwar zum Nachteil der Frauen. So lag deren Bruttolohn pro Stunde im Jahr 2008 im Schnitt um 23,2 Prozent unter dem Vergleichswert der männlichen Kollegen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

Alarmierend ist die Tendenz, die aus den Zahlen abzulesen ist: Denn 2007 lag die Lohnlücke bei 23 Prozent, 2006 betrug sie 22,7 Prozent. Die Spanne wird also größer.

Der Verdienstabstand in Deutschland liegt außerdem deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union, der 18 Prozent beträgt. Größer als in Deutschland ist das Gefälle beim Bruttostundenverdienst nur noch in Estland (letzter Wert von 2007 30,3 Prozent), Tschechien (26,2 Prozent), Österreich (25,5 Prozent) und den Niederlanden (letzter Wert von 2007: 23,6 Prozent).

Die europaweit geringsten Unterschiede zwischen den Verdiensten von Frauen und Männern gibt es den Statistikern zufolge in Italien (4,9 Prozent), Slowenien (8,5 Prozent), Rumänien und Belgien (jeweils 9 Prozent), sowie in Malta und Portugal (jeweils 9,2 Prozent).

Die Zahlen lassen allerdings keine Schlüsse über den Unterschied bei den Verdiensten von Männern und Frauen zu, die den gleichen Beruf, eine vergleichbare Tätigkeit und entsprechende Bildungsabschlüsse haben. Netto dürfte die Differenz pro Stunde geringer ausfallen, da bei niedrigeren Einkommen die Steuern und Sozialabgaben geringer sind. Auf den Monat gerechnet, wirkt sich für Frauen wiederum negativ aus, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten.

EU-Kommissarin kritisiert Deutschland

Basis der Erhebung sind den Angaben zufolge die nationalen Verdienststrukturerhebungen. Da diese nur alle vier Jahre erhoben werden - zuletzt 2006 -, werden die Ergebnisse für die Jahre zwischen den Erhebungen jeweils mit nationalen Quellen geschätzt. Für Deutschland werde dazu die vierteljährliche Verdiensterhebung herangezogen.

Die EU-Kommissarin für Justiz und Grundrechte, Viviane Reding, wandte sich in der "Welt" mit scharfer Kritik gegen die latente Diskriminierung. Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland seien "inakzeptabel", erklärte sie. "Deutschland ist eines der wirtschaftlich am weitesten entwickelten Länder und sollte mit gutem Beispiel vorangehen, anstatt Nachzügler zu sein. Ich erwarte mehr Ambition und mehr Tatendrang."

Reding kündigte an, möglichst schnell gegen die ungleiche Einkommensentwicklung von Männern und Frauen vorzugehen. "Zusammen mit den Mitgliedstaaten werde ich mich bemühen, die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede in der EU bis zum Ende meiner Amtszeit in dieser Kommission deutlich zu verringern."

mik/ddp/AFP/Reuters

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13.10.2010 von JorgeX1202: Das mit dem . . .

Politiker war ja wohl, zumindest wenn wir die jetzigen, egal von welcher Parte ansehen, sarkastisch oder zumindest ironisch gemeint, oder? mehr...

13.10.2010 von JorgeX1202: Plonk war

...früher mal ein Rausschmiss aus einem Forum oder zumindest die Aufforderung, sich zu verp..... Nach dem Sinn der Zeichen musst du Daniela selber Fragen. mehr...

13.10.2010 von emslander:

Meine Frau hat eine handwerkliche und eine kaufmännische Ausbildung gemacht, war lange Jahre selbständig und hat ein (Kunst-)Handwerk betrieben, welches nicht großartigen technischen Innovationen unterliegt und das sie jederzeit [...] mehr...

13.10.2010 von JorgeX1202: Vielleicht die

Tatsache, dass Sie, obwohl schlechter qualifiziert und auch von der Effektivität her erheblich schlechter als Ihre Kollegin, mehr Geld verdienen und möglicherweise sogar ihr Chef sind? Anders kann es ja wohl nicht sein, wenn [...] mehr...

13.10.2010 von DanielaMund:

Aber um wirklich nicht mehr arbeiten zu müssen (und das wäre ja die Fall-Back-Lösung in Ihrem Fall), müssen Sie ja als Kapitalerträge für sich und Ihre Familie ungefähr das Existenzminimum erlösen, das liegt zur Zeit für eine [...] mehr...

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Entwicklung des Durchschnittsverdiensts
Jahr Bruttoverdienst in Euro Veränderung gegenüber Vorjahr Stunden-
Lohn in Euro
2000 25.108 18,10
2001 25.563 1,8 18,59
2002 25.904 1,3 18,97
2003 26.231 1,3 19,29
2004 26.399 0,6 19,36
2005 26.470 0,3 19,55
2006 26.706 0,9 19,76
2007 27.128 1,6 20,04
2008 27.751 2,3 20,51
2009 27.648 -0,4 21,12
Quelle: Statistisches Bundesamt






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