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07.03.2010
 

Finanzkrise

Sarkozy verspricht Griechen Hilfe der Eurostaaten

Griechenlands Premier Papandreou, Frankreichs Präsident Sarkozy: "Europäische Lösung"Zur Großansicht
AP

Griechenlands Premier Papandreou, Frankreichs Präsident Sarkozy: "Europäische Lösung"

"Alles tun, um sicherzustellen, dass Griechenland nicht isoliert ist" - Frankreichs Präsident Sarkozy hat dem griechischen Premier Papandreou Hilfe der Eurostaaten zugesagt, um die Finanzkrise des Landes zu bewältigen. Wie die Unterstützung konkret aussieht, ließen die Staatsmänner vorerst offen.

Paris - Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat Griechenland im Fall einer Verschärfung seiner finanziellen Probleme die Unterstützung der Eurozone zugesagt. "Wenn Griechenland Hilfe benötigt, sind wir da", versicherte Sarkozy nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsident Georgios Papandreou. Zudem hätten sich Frankreich, Deutschland und Griechenland auf ein gemeinsames Vorgehen gegen Marktspekulanten geeinigt, die Kreditausfallversicherungen (CDS) missbrauchten. Die Maßnahmen werden laut Papandreou in den nächsten Tagen verkündet.

"Es wird eine Initiative der drei Länder in Kooperation mit dem Chef der Eurogruppe, Juncker, bei den Kreditversicherungen geben", kündigte Papandreou an. Am Montag oder Dienstag würden sie mehr bekanntgeben. Es sei eine Initiative, deren Ziel eine Lösung gegen Spekulanten biete. Beim EU-Mitglied Griechenland hatten Spekulationen die Schuldenprobleme noch verstärkt. Sarkozy sagte dazu: "Dieses Problem könnte viele Länder treffen, wenn wir keine gemeinsame Antwort finden".

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich zuletzt bereits dafür ausgesprochen, Kreditausfallversicherungen zu entschärfen. Zudem hat die EU-Kommission angekündigt, eine interne Untersuchung zum Handel mit Kreditderivaten einzuleiten.

Auch Merkel unterstützt den Sparkurs der Griechen

Griechenland kämpft mit einer ausufernden Staatsverschuldung. "Die Hauptakteure auf europäischer Ebene haben entschieden, alles zu tun, um sicherzustellen, dass Griechenland nicht isoliert ist", sagte Sarkozy. Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde arbeite zusammen mit ihren Kollegen in der Euro-Zone und in Europa bereits an möglichen Maßnahmen, die Griechenland, wenn nötig, helfen könnten.

Am Freitag hatte bereits Bundeskanzlerin Merkel der Regierung in Athen politische Unterstützung für ihren Sparkurs zugesagt. Papandreou sagte nach den Treffen mit Sarkozy, Merkel und Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, es zeichneten sich nun spezifische Schritte ab, mit denen man auf mögliche Probleme bei der Kreditaufnahme reagieren könnte. Der griechische Ministerpräsident flog noch am Sonntag in die USA, um dort mit US-Präsident Barack Obama zusammenzukommen. Griechenland hatte am Mittwoch ein neues Sparpaket im Volumen von 4,8 Milliarden Euro beschlossen. Damit will das Land sein Staatsdefizit von zuletzt 12,7 Prozent drücken.

otr/Reuters/AFP

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insgesamt 429 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
27.03.2010 von Diomedes: Das Ende der Währung dürfte das Ende des Molochs mit sich bringen...

Griechenland ist bankrott, Spanien auch und Italien dürfte als nächstes folgen und damit dürfte der Euro am Ende sein; denn mit der Anzahl der Mitglieder werden die Konflikte der Deutschen und Franzosen schärfer werden; zumindest [...] mehr...

26.03.2010 von palski: Idee zur Rettung Europas & des Euros

Wie wäre es den mit dieser (nicht ernst gemeinten, leicht zynischen) Idee: EU wird offiziell zur "DFR" (Deutsch-Französische Republik)mit Berlin & Paris als Doppelhauptstadt und den anderen "ehemaligen [...] mehr...

26.03.2010 von plleus: Freiheit

Immerhin haben Sie nun die Freiheit Ihre Kritik an dem Staat in dem Sie Leben offen zu aeussern. Den ex-DDR Kritikern ist das seinerzeit schlecht bekommen. mehr...

26.03.2010 von pgroemer: Machen Sie sich keine Sorgen...

...Richtkanonier Schäuble hatte auch schon ein Gesetz zum Abschuß von Passagierflugzeugen nicht nur weit entwickelt, sondern gar durch den phantastischen Bundestag gebracht, hat des BVerfG kassiert. mehr...

26.03.2010 von mitwisser:

Eben - nicht umsonst sind Dax und Dow weit oben und laufen weiter und weiter. Alles ist gut ;-) Anleihen sind massenhaft überzeichnet, die ersten IPOs laufen gut, die Banker werden mit Kauforders bei kleinen Kursrückgängen [...] mehr...

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Heft 10/2010:
Die Euro-Lüge

"Ein Mitgliedstaat haftet nicht für die Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedstaats"

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Steckbrief: Griechenland

Schuldenquote: 112,6 Prozent des nationalen BIP

Haushaltsdefizit: 12,7 Prozent des nationalen BIP (2009)

BIP-Wachstum: -1,1 Prozent (Prognose 2009)

Anteil am BIP der Euro-Zone: 2,6 Prozent (2008)

Quelle: EU-Kommission


Kommentare zum Sparpaket

"Gott helfe uns"

"Gott helfe uns", schrieb die in Athen erscheinende konservative Zeitung "Apogevmatini". Es werde kein Geld für den Konsum geben. Nicht nur der Kleinhändler, sondern auch der Mittelstand könnte aussterben.

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Griechenlands Schuldenchaos belastet den Euro - und verunsichert die Finanzmärkte. Nun diskutieren andere EU-Staaten über mögliche Hilfen für Athen. Aber welche Maßnahmen sind rechtlich überhaupt zulässig?

Wie schlecht steht es um Athens Haushalt?

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