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08.03.2010
 

Reformpläne

Rösler attackiert Preismonopol der Pharmaindustrie

Gesundheitsminister Philipp Rösler: Zur Not staatliche HöchstpreiseZur Großansicht
ddp

Gesundheitsminister Philipp Rösler: Zur Not staatliche Höchstpreise

Das deutsche Gesundheitssystem leidet unter den hohen Medikamentenpreisen. Seit längerem kündigt Gesundheitsminister Philipp Rösler an, etwas dagegen zu tun. Nun könnte es konkret werden: Die Pharmaunternehmen sollen zu niedrigeren Preisen gezwungen werden.

Berlin - Bislang sind es nur Ankündigungen, doch die werden immerhin konkreter: Gesundheitsminister Philipp Rösler will die Pharmabranche zu Preissenkungen zwingen. Nach den Plänen des FDP-Mannes sollen forschende Arzneimittelhersteller ihre patentgeschützten Medikamente den gesetzlich Krankenversicherten künftig preiswerter anbieten. Das berichten "Süddeutsche Zeitung" und "Handelsblatt".

Das deutsche Gesundheitssystem leidet vor allem an drei Kostenfaktoren: Den massiv gestiegenen Ärztebezügen, dem Verhalten der Patienten, die im Schnitt 18-mal pro Jahr zum Arzt gehen - und den im internationalen Vergleich sehr hohen Arzneimittelkosten. Rösler kündigt seit Wochen an, etwas gegen letzteren Faktor tun zu wollen.

Die Hersteller können in Deutschland die Preise für neue, patentgeschützte Arzneimittel selbst festlegen. Die Kassen müssen die Kosten nach der Zulassung des Arzneimittels zunächst voll erstatten. Erst später kann das Kosten-Nutzen-Verhältnis bewertet werden, um festzustellen, ob der Preis angemessen ist. Kritiker werfen den Pharmafirmen vor, immer wieder neue Arzneimittel auf den Markt zu bringen, die nicht besser seien als die bisherigen.

Laut dem Reformkonzept, das dem "Handelsblatt" nach eigener Darstellung vorliegt, sollen die Unternehmen die Konditionen in Zukunft mit den Kassen aushandeln. Tun sie dies nicht, soll es staatliche Höchstpreise geben. So sollen zwei Milliarden Euro im Jahr eingespart werden. Bisher haben die Kassen keinen Einfluss auf den Preis patentgeschützter Medikamente.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bestätigte, dass es entsprechende Überlegungen gebe. Das Konzept sei allerdings noch nicht fertig. Laut Bild.de will Rösler sein Reformkonzept am Mittwoch vorstellen.

cte/Reuters/dpa-AFX/AFP

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Die neuesten Beiträge:
05.08.2010 von Linlithgow:

Gestern gekauft, die Packung Paracetamol zu ca E 0.20, 16er Packung. Hier gibts die Bestimmung, dass man nur zwei Packungen Schmerztabletten kaufen darf. Ibuprofen ist etwas teurer, ca E 0.40 die Packung. mehr...

04.08.2010 von ennairam: In Welchem Land

werden noch die pharmapreise NUR von der pharma-industrie festgeschrieben, bitteschoen?? dt. steuerzahler zahlen so an die 260 mrd. euronen (wer weiss bitte die genauen zahlen) fuer die krankenkassen...sind wir dadurch soooo [...] mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Versandapotheken sind zugelassen, einfache Medikamente gibt es in Drogerien und die Doc`s werden rausgelassen. Alles erfüllt! Schon heute! mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Wissen Sie warum die Generikafirma das Produkt nach 6 Monaten vom Markt nehmen musste? Um welches Medikament handelt es sich, wenn ich fragen darf? mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Paracetamol ist doch aber so schön billig! ;-) (0,79 €) Bei Aldi dann bestimmt nochmal 10% billiger, macht 0,71 € Verbieten vielleicht nicht, aber die Menge (3 St. pro Packung) für den Akutbedarf, sonst abklären lassen. [...] mehr...

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