Wirtschaft



ThemaLiechtensteinRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
10.03.2010
 

Fürstentum Liechtenstein

24 Prozent mehr Geldwäsche-Verdachtsfälle

Schloss Vaduz in Liechtenstein: "Konsequente Gesetzgebung"Zur Großansicht
Martin Cyris

Schloss Vaduz in Liechtenstein: "Konsequente Gesetzgebung"

Liechtenstein deckt offenbar mehr Fälle von Geldwäsche auf. Nach Angaben des Fürstentums ist die Zahl der Verdachtsmeldungen im vergangenen Jahr um ein Viertel gestiegen. Grund dafür sei eine Verschärfung von Gesetzen und Vorschriften.

Vaduz - Liechtenstein meldet Erfolge beim Kampf gegen Geldwäsche: Die Zahl der Verdachtsmeldungen sei 2009 um 24 Prozent auf 235 gestiegen, teilte die zuständige Financial Intelligence Unit (FIU) des Fürstentums am Mittwoch in einer Presseerklärung mit. Unter Geldwäsche versteht man Ein- und Auszahlungen illegaler Geldsummen etwa über Firmenkonten, deren kriminelle Herkunft so verschleiert werden kann.

Vor allem Banken meldeten die Verdachtsfälle, einige kamen auch von Treuhandgesellschaften. "Die im vergangenen Jahr sehr markante Zunahme der Verdachtsmitteilungen führen wir auf eine konsequente Gesetzgebung, Sensibilisierung des Finanzplatzes durch seine 'Null-Toleranz'-Politik und nicht zuletzt auf ein sehr effizientes Meldesystem zurück", erklärte dazu Regierungschef Klaus Tschütscher. So seien 63 Prozent aller Verdachtsmitteilungen nach internen Erhebungen der FIU erstattet worden.

Die Umsetzung der jüngsten EU-Geldwäsche-Richtlinie im vergangenen März habe zu einer Ausdehnung des Meldesystems geführt. Die Anpassung an die internationalen Standards müsse aber noch weiter geführt werden, sagte FIU-Leiter René Brülhart. Ziel sei "die Aufrechterhaltung und Gewährleistung der Reputation des liechtensteinischen Finanzplatzes". Auch beim Bundeskriminalamt und in zahlreichen weiteren Ländern gibt es eine FIU zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Liechtenstein hat sich nach zahlreichen Steuerskandalen, dessen prominentestes Opfer Ex-Postchef Klaus Zumwinkel war, verpflichtet, seine Finanz- und Steuerpraxis internationalen Regeln anzupassen.

fro/AFP/dpa/apn

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Staat & Soziales
alles zum Thema Liechtenstein

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Daten und Fakten zur Steuerhinterziehung

Wie viel Steuern hinterziehen die Deutschen?

Steuerhinterziehung ist laut Deutscher Steuergewerkschaft zum Volkssport geworden. Auf 30 Milliarden Euro schätzt die Organisation das Volumen der jährlichen Steuerhinterziehung in Deutschland.

Was ist Steuerhinterziehung?

Wann macht man sich strafbar?

Müssen Steuersünder ins Gefängnis?

Wie vermeidet man eine Bestrafung?

Wie funktioniert eine Selbstanzeige?

Verjährt das Delikt?







TOP



TOP