Wirtschaft



ThemaGesundheitssystemRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
10.03.2010
 

Attacke auf Pharmaindustrie

Rösler startet das erste Reförmchen

Von Michael Kröger

Minister Rösler gibt den Brachialreformer: Der FDP-Newcomer im Kabinett knöpft sich die Pharmaindustrie vor. Zwei Milliarden Euro will er bei den Konzernen sparen. Doch Experten schätzen das Potential dreimal so hoch - SPIEGEL ONLINE analysiert, was von dem Plan wirklich zu halten ist.

Berlin - Wenn es noch einer Erklärung bedürfte, wie sich die Pharmakonzerne die Taschen füllen - der "Arzneimittel-Report" liefert sie regelmäßig.

Da schreibt die Fachpublikation, die sich mit der Pharmaindustrie so kritisch auseinandersetzt wie keine andere, im vergangenen Herbst über ein Medikament, das unter anderem das Risiko eines Herzinfarkts reduzieren soll. 150 Millionen Euro Umsatz mache der Hersteller damit. Andere Präparate mit gleicher Wirkung, sogenannte Generika, kosteten nur einen Bruchteil. Doch das Medikament habe gegenüber diesen Generika keinerlei Zusatznutzen - was der Hersteller zunächst sorgfältig verschwiegen habe. Eine Studie von 2006 hat demnach erst 2008 den Weg an die Öffentlichkeit gefunden.

Fälle wie diesen gibt es immer wieder - und sie werfen ein Schlaglicht auf die Preistreiberei der Pharmakonzerne. Selbst im Krisenjahr 2009, in dem viele Branchen unter der Rezession litten, konnten sie ihre Rendite kräftig steigern, die Kosten für Arzneimittel stiegen um 5,2 Prozent.

Die Arzneimittelindustrie erweist sich damit als entscheidender Bremser, wenn es darum geht, die explodierenden Kosten im Gesundheitswesens in den Griff zu bekommen. Grund genug für Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), sich die Branche vorzuknöpfen. Sein Eckpunktepapier soll dazu beitragen, die Kosten für die Krankenkassen um bis zu zwei Milliarden Euro zu senken - was theoretisch zu einer Beitragssenkung um 0,2 Prozentpunkte führen könnte.

Ist das Konzept geeignet, die Gesundheitskosten zu begrenzen - oder wird es nichts bringen? SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen:

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 758 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
05.08.2010 von Linlithgow:

Gestern gekauft, die Packung Paracetamol zu ca E 0.20, 16er Packung. Hier gibts die Bestimmung, dass man nur zwei Packungen Schmerztabletten kaufen darf. Ibuprofen ist etwas teurer, ca E 0.40 die Packung. mehr...

04.08.2010 von ennairam: In Welchem Land

werden noch die pharmapreise NUR von der pharma-industrie festgeschrieben, bitteschoen?? dt. steuerzahler zahlen so an die 260 mrd. euronen (wer weiss bitte die genauen zahlen) fuer die krankenkassen...sind wir dadurch soooo [...] mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Versandapotheken sind zugelassen, einfache Medikamente gibt es in Drogerien und die Doc`s werden rausgelassen. Alles erfüllt! Schon heute! mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Wissen Sie warum die Generikafirma das Produkt nach 6 Monaten vom Markt nehmen musste? Um welches Medikament handelt es sich, wenn ich fragen darf? mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Paracetamol ist doch aber so schön billig! ;-) (0,79 €) Bei Aldi dann bestimmt nochmal 10% billiger, macht 0,71 € Verbieten vielleicht nicht, aber die Menge (3 St. pro Packung) für den Akutbedarf, sonst abklären lassen. [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Staat & Soziales
alles zum Thema Gesundheitssystem

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Schwarz-gelbe Gesundheitspläne

Die Gesundheitspolitik erwies sich als einer der Knackpunkte in den Koalitionsverhandlungen von Union und FDP. Bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen haben sich die künftigen Koalitionäre nun auf eine grundlegende Neuordnung verständigt - ein Überblick.

Krankenkassen

Praxisgebühr

Private Krankenversicherung

Elektronische Gesundheitskarte

Ärztehonorare

Ärztemangel






TOP



TOP