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11.03.2010
 

Gigantisches Haushaltsloch

Staatsschulden steigen auf 1,69 Billionen Euro

Schuldenuhr (Februar 2010): Bedenklicher Anstieg der VerpflichtungenZur Großansicht
dpa

Schuldenuhr (Februar 2010): Bedenklicher Anstieg der Verpflichtungen

Die Weltwirtschaftskrise zieht Deutschland tief in den Schuldenstrudel: Bis Ende vergangenen Jahres sind die Verpflichtungen auf 1,69 Billionen Euro gestiegen - der Staat steht so tief in der Kreide wie noch nie. Die Steuerversprechen der schwarz-gelben Regierung erscheinen unrealistisch.

Wiesbaden - Deutschlands Staatsschulden haben einen neuen Rekordstand erreicht. Bund, Länder und Gemeinden standen Ende 2009 mit 1,69 Billionen Euro so tief in der Kreide wie noch nie. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr betrug 7,1 Prozent oder 112,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Dies war der zweitgrößte Schuldenzuwachs seit Bestehen der Bundesrepublik. Eine höhere absolute Steigerung der öffentlichen Schulden wurde nur 1995 mit 170,7 Milliarden Euro registriert, als es Sondereffekte aus der Wiedervereinigung gab.

Am stärksten wuchsen im vergangenen Jahr die Schulden der Länder. Ihr Schuldenstand lag Ende 2009 bei 526,3 Milliarden Euro. Das war ein Zuwachs von 8,5 Prozent (41,4 Milliarden Euro). Die Verluste der Landesbanken haben den Schuldenzuwachs maßgeblich beeinflusst - entweder durch die direkte Belastung der Landeshaushalte oder durch die Neugründung von Gesellschaften, die zur Risikoabschirmung der Landesbanken dienen.

Die Schuldenlast des Bundes stieg um 6,9 Prozent (68,1 Milliarden Euro) auf mehr als tausend Milliarden Euro. Enthalten darin sind die Schulden, die zur Bewältigung der Krise gemacht wurden. Dazu gehören der Finanzmarktstabilisierungsfonds (36 Milliarden Euro) sowie der Investitions- und Tilgungsfonds (6,7 Milliarden Euro). Die Schulden der Kommunen erhöhten sich um 3,0 Prozent (3,2 Milliarden Euro) auf 112,1 Milliarden Euro.

Insgesamt lagen die Kreditmarkt-Schulden, die die öffentlichen Haushalte zur Deckung ihrer Defizite aufnehmen, bei 1,6331 Billionen Euro. Außerdem wurden im Laufe des vergangenen Jahres kurzfristige Kassenkredite in Höhe von 59,1 Milliarden Euro aufgenommen.

Die Bundesregierung kommt durch solche Negativwerte in Erklärungsnot. Kritiker können sich nur schwer vorstellen, wie die Regierung angesichts der hohen Neuverschuldung all ihre Steuerversprechen (siehe Infobox links) umsetzen kann.

ssu/dpa

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insgesamt 634 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
19.05.2011 von Madir: ...

Rein monetär betrachtet ist der Saldo 0! Die Schulden sind genau so hoch wie die Guthaben, den nur Guthaben kommt nur durch Schulden anderer zustande. mehr...

19.05.2011 von donald17: Antwort

Dies Betrachtung ist für die Güter- und Warenproduktion teilweise korrekt. Es wirken allerdings auch zwei Strömungen entgegen. 1. Es entstehen neue Produktionsfelder mit neuen Arbeitsplätzen (z. B. die gesamte IT-Branche, [...] mehr...

18.05.2011 von mot2: Revolverkredite,

äh, revolvierende Kredite. Da gab es mal den Münnemann, der machte das auch. >Ob er schlussendlich zum Revolver griff, weiss ich nicht mehr, aber er war pleite. zum Grusse mehr...

18.05.2011 von donald17: Vielen Dank, für Ihre Mühe.

Ich werde Sie wohl leider nicht in gleichem Umfang erwidern können. Teilen Sie das WeltBIP durch die Anzahl der Menschen. Rund 8.000 $ pro Nase und Jahr. Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten diese Summe zu erhöhen. Weniger Menschen [...] mehr...

18.05.2011 von machiavelli discorsi: .... die Vierte

Zu dem 'Fakt', dass sich in diesen Tagen ein Hartz4-Bezieher gegebenenfalls einen 30 Zoll Flachbildschirm (wird ja immer gern zum Hartz-bashing heran gezogen :-D und beruht leider natürlich auch auf menschenverachtende, [...] mehr...

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