Berlin - Die Tarifverhandlungen drehen sich im Kreis, jetzt hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund die Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern für den 22. März zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Eine zentrale Kundgebung solle am Mittag in Köln stattfinden, teilte der Marburger Bund mit. Mit dem Warnstreik soll anlässlich der am 22. und 23. März in Köln stattfindenden Tarifrunde Druck auf die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ausgeübt werden.
Der Marburger Bund fordert für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern nach wie vor eine Gehaltssteigerung für Ärzte von bis zu neun Prozent - davon fünf Prozent als lineares Lohnplus sowie eine Steigerung der Bereitschaftsdienstentgelte um bis zu 30 Prozent. "Auf dieser Grundlage werden wir zu keiner Einigung kommen. Hier muss sich der Marburger Bund noch deutlich bewegen", sagte Joachim Finklenburg, Verhandlungsführer der VKA für die Krankenhäuser.
"Nachdem die Ärzte-Gehälter bereits in den letzten Jahren überproportional gestiegen sind, gibt es keine zusätzlichen Verteilungsspielräume für einzelne Berufsgruppen im Krankenhaus. Die Ärzte-Gehälter können nicht stärker steigen als die der nichtärztlichen Beschäftigten", so Finklenburg weiter. Im Tarifstreit im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften im Februar geeinigt: Bis 2011 sollen die Gehälter um 2,3 Prozent steigen.
Auch eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung lässt die Forderungen unrealistisch erscheinen. Demnach wird 2010 rund ein Drittel aller Krankenhäuser in Deutschland rote Zahlen schreiben, der Investitionsstau soll bei zehn Milliarden Euro liegen - vielen Krankenhäusern droht die Privatisierung.
Von der Gewerkschaft hieß es, seit der ersten Tarifrunde am 18. Januar sei die VKA "keinen Schritt auf den Marburger Bund" zugekommen. "Die Arbeitgeber ignorieren die Versorgungsprobleme, die jetzt schon durch massenhaft unbesetzte Stellen entstehen. Auf diese Ignoranz wollen wir am 22. März in Köln hinweisen", sagte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.
Henke betonte zugleich, dass die Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst für die Tarifverhandlungen der Ärzte kein Maßstab sei. "Im ärztlichen Dienst gibt es ganz andere Rahmenbedingungen. 5000 Arztstellen können nicht besetzt werden, weil die schlechten Arbeitsbedingungen junge Ärzte abschrecken und den Rückzug aus der kurativen Medizin provozieren. Dieser Ärztemangel ist hausgemacht."
Der Marburger Bund fordert für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern eine Erhöhung der Gehälter um durchschnittlich fünf Prozent und eine deutlich bessere Vergütung der Bereitschaftsdienste. Die VKA lehnte dies bislang ab.
luk/ddp/dpa/apn
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Mich würden hier mal schlicht und einfach Zahlen interessieren. Wieviele Fangprämien werden bezahlt, vom welchem Krankenhaus und vor allem wo? Hier bei uns gibt es das jedenfalls nicht. Gut, wir leben auf dem Land. Das [...] mehr...
Jetzt tun Sie so, als ob es gerade die Ärzte sind, die bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gehen und dafür trotzdem noch am Hungertuch nagen müssen. Ich gebe zu, der Arztberuf ist nicht jedermanns Sache und er erfordert [...] mehr...
Haben Sie den Satz "Geld spielt keine Rolle." schon mal ernsthaft von Jemandem gehört, der Geld nicht im Überfluss hatte? Würden SIE ihn zu einem Privatarzt sagen, wenn die Rechnung nachher an Sie geht? Böse gesagt, [...] mehr...
1. Durch das, was gerade geschieht, durch Aufdecken. 2. Die Krankenhäuser haben anscheinend zuviel Geld. mehr...
Was meinen Sie jetzt? Das derzeitge Honorarsystem für Kassenpatienten ist so ausgelegt, dass es schlicht unmöglich ist eine ordentliche Rechnung/Quittung zu schreiben. Von mir aus kann man das sofort ändern. Feste [...] mehr...
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