Peking/Hamburg - Der US-Ökonom Paul Krugman fordert China im Währungsstreit mit den USA dazu auf, den Yuan aufzuwerten. Der Nutzen für die USA und andere Länder würde die Risiken für den chinesischen Export überwiegen. Krugman schätzt, dass eine Aufwertung Pekings einem Stimulus von etwa drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den drei Wirtschaftsräumen USA, Euro-Zone und Japan entspräche. "China macht mit seiner Politik des forcierten Kapitalexports den Rest der Welt ärmer", zitiert die "Financial Times Deutschland" aus Krugmans Internetblog. Damit entziehe China dem Rest der Welt die Nachfrage.
Die USA werfen China vor, den Kurs seiner Landeswährung Yuan künstlich niedrig und damit seine Exporte billig zu halten. Der US-Senat hatte zuletzt einen Entschluss verabschiedet, laut dem China mit Strafzöllen für den Fall gedroht wird, dass es den Yuan nicht aufwertet. Unterdessen kündigte China die Aufhebung des seit knapp einem Jahr geltenden Einfuhrverbots für Schweinefleisch aus den USA an.
Nach dem Bericht der "FTD" häufen sich inzwischen die Anzeichen dafür, dass China eine Aufwertung der Währung in Erwägung zieht. Mehr als 1000 Unternehmen würden sich derzeit sogenannten Stresstests unterziehen. Mit ihnen soll herausgefunden werden, welche Auswirkungen eine Aufwertung des Yuan auf die Unternehmen hätte.
Die Gewinnspanne vieler Exporteure liege bei unter zwei Prozent, sagte Shan. Die Aufwertung des Yuan 2005 habe viele Firmen zur Geschäftsaufgabe gezwungen.
"Chinesische Währung unterbewertet"
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hatte am Sonntag zum Abschluss der Jahressitzung des Volkskongresses erklärt, er halte den Yuan nicht für unterbewertet. "Wir widersetzen uns allen Ländern, die sich an gegenseitigen Schuldzuweisung beteiligen oder starke Maßnahmen ergreifen, andere dazu zu zwingen, ihre Währung zu würdigen", sagte er.
Experten halten dagegen: Schon der extreme Exportüberschuss zeige, dass die chinesische Währung unterbewertet sei. Peking halte den Kurs des Yuan gegenüber dem Dollar seit 20 Monaten stabil, indem es in großem Stil US-Wertpapiere aufkaufe, schreibt die "FTD". Damit erzeuge Peking auf den internationalen Devisenmärkten ständig Dollar-Nachfrage und stütze damit den Kurs der amerikanischen Währung.
fro/APD
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Die OECD fordert von China die Aufwertung seiner Währung und den Aufbau eines Sozialwesens: Basiert Chinas wirtschaftlich-industrieller Aufstieg doch auf seiner künstlich niedrig gehaltenen Währung und dem Fehlen jeder [...] mehr...
Wenn man das so liest, könnte man meinen, Sie mögen die Amis nicht besonders. Aber dem ist sicherlich nicht so, denn Sie wissen natürlich, dass die Zahlungsbilanz nicht nur aus der Leistungsbilanz, sondern auch aus der [...] mehr...
Ich hab zwar keine Ahnung vom Schach und diesem Kapserdingens, aber zumindest weiss ich, dass US-Staatsanleihen zur Kategorie der "Wertpapier" gehören. OK, jetzt verstehe ich: Die chinesische Zentralbank sollen [...] mehr...
Klar die Staatsanleihen sind immer noch sehr beliebt. Aber es gibt auch andere Wege eine Dollar-Nachfrage zu erzeugen... Und sie haben recht, egal wie man es sieht, im Grunde sind es chinesische Investitionen. Die Amerikaner [...] mehr...
Ich finde die Amerikaner agieren hier stark scheinheilig. Die Chinesen finanzieren gerade mit dem Kauf von US-Staatsanleihen den kreditfinanzierten Konsum der Amerikaner. Wenn die Chinesen die ganzen Anleihen nicht kaufen würden, [...] mehr...
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