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19.03.2010
 

Lehre aus der Krise

Strauss-Kahn rät EU zu Bankenfonds

IWF-Chef Strauss-Kahn: Banken sollen in einen Krisenfonds einzahlenZur Großansicht
AFP

IWF-Chef Strauss-Kahn: Banken sollen in einen Krisenfonds einzahlen

Um besser auf die nächste Finanzkrise vorbereitet zu sein, soll die EU einen Krisenfonds für Banken einrichten. Das empfiehlt der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn. Die EU-Kommission zeigt sich offen für die Idee.

Brüssel - Die nächste Krise sollen die Banken selbst zahlen: Der Chef des Internationale Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, hat eine europäische Einrichtung zur Abwicklung von Pleitebanken gefordert. Die Behörde sollte über einen Krisenfonds verfügen, der größtenteils von den Finanzinstituten selbst gespeist werde, sagte Strauss-Kahn am Freitag bei einer Konferenz in Brüssel.

Die Institution sollte für alle Banken zuständig sein, die grenzüberschreitend tätig sind. Bereits im Herbst hatte die EU-Kommission angekündigt, einen Krisenfonds in Betracht zu ziehen. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sagte nun, der Plan werde weiter verfolgt. Die Banken müssten zur Finanzierung eines Auffangfonds beitragen, dies sei eine Frage der Moral, sagte Barnier. "Das Verursacherprinzip ist im Umweltschutz anerkannt - das gleiche Prinzip muss im Finanzbereich herrschen."

In der Finanzkrise mussten die Regierungen mit Hunderten Milliarden Euro Banken vor dem Bankrott bewahren. In der EU und im Kreis der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer suchen die Politiker nach Lösungen, die inzwischen massiv verschuldeten öffentlichen Haushalte von den Kosten künftiger Krisen zu verschonen. Die G20 beauftragten den Finanzstabilitätsrat, Vorschläge zur Handhabung grenzüberschreitender Krisen zu machen.

Nach Strauss-Kahns Idee und ersten Überlegungen der EU müsste ein Krisenfonds zum Teil auch von der öffentlichen Hand finanziert werden. Größtes Problem für ein EU-weites Instrument ist, dass die Regierungen nicht bereit sind, die Entscheidungsgewalt über das Geld ihrer Steuerzahler aus der Hand zu geben. Strauss-Kahn sagte, wegen der nationalen Zuständigkeit sei die Rettung des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis teuer geworden. Dieser war entsprechend der nationalen Grenzen aufgespalten worden.

cte/Reuters

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insgesamt 864 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
22.05.2010 von syramon:

Dazu muss mann jedoch sagen,das die erwähnten alle wesentlich älter waren als die USA, die sich erst nach einem verheerenden Bürgerkrieg zusammenfanden. Mann sollte erst einmal die ethnischen Konflikte dort ausbrechen lassen [...] mehr...

22.05.2010 von tao chatai:

Zustimmung,Zustimmung..... etwas sollte jedoch korrigiert werden und zwar bestehen die USA mal gerade etwas ueber 200 Jahre oder sieht man den Nord Sued Civil War als Gruendungspunkt erst 140 Jahre,wogegen das Habsburger [...] mehr...

21.05.2010 von atzigen: Zustimmung unter Meinungsterror

Ihrer Sicht der Dinge kann ich nur zustimmen. Möchte jedoch anfügen das in etlichen Ländern das Volk zu einem EU Beitritt befragt wurde.Ich verweise auch auf die Abstimmungen in Dänemark und Frankreich Irland mit der [...] mehr...

21.05.2010 von Rums: Hat der Wahnsinn Methode?

Warum sollten die Deutschen sparen und Disziplin an den Tag legen und Kürzungen und Lebensqualitäts-Abbau hinnehmen müssen, wenn die Süd-Länder EUROPAS ein „Faß ohne Boden“ für unsere „alternativlosen“ riesigen [...] mehr...

21.05.2010 von Spessartplato: Geschichtliche Erfahrung

Ein Völker-oder Staatenbund, der von einigen wenigen Machtpolitikern gegen den Willen der großen Mehrheit der Beteiligten beschlossen wurde, fällt IMMER auseinander-leider müssen das auch immer die Unschuldigen ausbaden. [...] mehr...

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