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Griechenland-Hilfe EU-Nachbarn setzen Deutschland unter Druck

Bundeskanzlerin Merkel: Der Druck aus der EU nimmt zuZur Großansicht
REUTERS

Bundeskanzlerin Merkel: Der Druck aus der EU nimmt zu

Die Nachbarn drängeln, die Bundesregierung blockt ab: Mehrere EU-Staaten haben eine Entscheidung über Hilfen für das bankrotte Griechenland gefordert - und Solidarität von Deutschland. Doch Bundeskanzlerin Merkel hält an ihren fundamentalen Vorbehalten fest.

Brüssel - Der Druck auf die Bundesregierung nimmt zu: Nach der EU-Kommission fordern jetzt auch mehrere EU-Länder Deutschland auf, ihre Blockadehaltung gegen eine Entscheidung über Hilfen für Griechenland aufzugeben. "Entscheidend ist, dass bald und rasch ein Plan vorliegt, wie man wirklich effektiv helfen kann", sagte der österreichische Außenminister Michael Spindelegger am Montag vor dem EU-Außenministertreffen in Brüssel. Beim EU-Gipfel am Donnerstag sei Zeit dafür.

Italiens Außenminister Franco Frattini forderte, den Streit noch vor dem EU-Gipfel zu beenden. "Wir brauchen einen Kompromiss - es ist ein schwieriger Moment, wir haben die institutionelle und moralische Pflicht, so schnell wie möglich einzugreifen." Italien unterstütze den von der EU-Kommission angekündigten Vorschlag dazu.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will beim Gipfel in dieser Woche einen Beschluss der EU-Staaten zu möglichen Hilfsinstrumenten für Griechenland verhindern und pocht darauf, dass Hilfen für das Land kein Thema beim Gipfeltreffen sind: Da Griechenland keine Hilfe angefordert habe, ist nach Ansicht der Bundesregierung keine Eile geboten.

Der griechische Regierungschef Georgios Papandreou habe am Sonntag im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zudem klar gemacht, dass Griechenland keine Finanzhilfe benötige, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Im Notfall sei zudem für Merkel eine finanzielle Mithilfe des Internationalen Währungsfonds "definitiv ein Thema". Werner Hoyer, Staatsminister des Auswärtigen Amtes, sagte, die Bundesregierung habe große Verantwortung sowohl gegenüber Griechenland als auch gegenüber dem Stabilitätspakt. Zudem habe Deutschland eine schwierige Rechtslage zu beachten.

Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn sagte, er habe Verständnis für Deutschlands fundamentale Bedenken. "Ich verstehe aber nicht, dass man die fundamentalen Argumente höher einstuft als die Solidarität in der Europäischen Union." Wenn die Unsicherheit anhalte, werde es Griechenland "sehr, sehr schlecht" gehen.

luk/Reuters/dpa

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insgesamt 2148 Beiträge
tom_hwi 13.03.2010
Nein, es wäre der falsche Weg. Das das nicht im EU-Vertag vorgesehen ist, hat seinen Grund. Dann könnte dieses milliardenschwere Notfallpaket so verstanden werden, dass weitere potentielle Pleite-Kanditaten die Sache nicht so [...]
Zitat von sysopDie offiziellen Stellen geben sich bedeckt - doch zahlreiche Zeitungen und Nachrichtenagenturen berichten mit Blick auf die Griechenland-Krise von einer wichtigen Entscheidung, die schon bald fallen soll: Demnach basteln die Euro-Länder an einem milliardenschweren Notfallpaket für Athen, obwohl dies der EU-Vertrag nicht vorsieht. Wäre die Hilfsaktion der richtige Weg?
Nein, es wäre der falsche Weg. Das das nicht im EU-Vertag vorgesehen ist, hat seinen Grund. Dann könnte dieses milliardenschwere Notfallpaket so verstanden werden, dass weitere potentielle Pleite-Kanditaten die Sache nicht so ernst nehmen, da ja im Notfall die anderen EU-Staaten einspringen werden.
Wolfghar 13.03.2010
Es kommt wie es kommen muss. Im EU Vertrag ist vieles nicht vorgesehen was dieses künstliche Frankensteingeschöpf EU mit sich bringt. Wir werden ganz konkret leiden für dieses Machwerk. Mit Geldentwertung und hoher [...]
Zitat von tom_hwiNein, es wäre der falsche Weg. Das das nicht im EU-Vertag vorgesehen ist, hat seinen Grund. Dann könnte dieses milliardenschwere Notfallpaket so verstanden werden, dass weitere potentielle Pleite-Kanditaten die Sache nicht so ernst nehmen, da ja im Notfall die anderen EU-Staaten einspringen werden.
Es kommt wie es kommen muss. Im EU Vertrag ist vieles nicht vorgesehen was dieses künstliche Frankensteingeschöpf EU mit sich bringt. Wir werden ganz konkret leiden für dieses Machwerk. Mit Geldentwertung und hoher Arbeitslosigkeit.
harrold 13.03.2010
Mitten im Sturm soll man nicht umdrehen. Wenn die Ampel grün ist und man überquert sie und dann wird sie rot, soll man weitergehen.
Zitat von sysopDie offiziellen Stellen geben sich bedeckt - doch zahlreiche Zeitungen und Nachrichtenagenturen berichten mit Blick auf die Griechenland-Krise von einer wichtigen Entscheidung, die schon bald fallen soll: Demnach basteln die Euro-Länder an einem milliardenschweren Notfallpaket für Athen, obwohl dies der EU-Vertrag nicht vorsieht. Wäre die Hilfsaktion der richtige Weg?
Mitten im Sturm soll man nicht umdrehen. Wenn die Ampel grün ist und man überquert sie und dann wird sie rot, soll man weitergehen.
GerwinZwo 13.03.2010
klare Antwort: nein, nein und nochmals nein. Sollte es dazu kommen hoffe ich nur inständig, dass sich jemand findet, der diese Tollheit vor den Gerichten zu Fall bringt. Hoffe, die "4 Musketiere" stehen bereit....
klare Antwort: nein, nein und nochmals nein. Sollte es dazu kommen hoffe ich nur inständig, dass sich jemand findet, der diese Tollheit vor den Gerichten zu Fall bringt. Hoffe, die "4 Musketiere" stehen bereit....
woscho 13.03.2010
*Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln.* Jetzt ist der überdehnte, aufgeblähte bunte Bürokratenhaufen in Brüssel ganz meschugge geworden. Und unsere Noch-Regierung mit dazu. Einmal muss sich Griechenland selbst retten [...]
Zitat von sysopDie offiziellen Stellen geben sich bedeckt - doch zahlreiche Zeitungen und Nachrichtenagenturen berichten mit Blick auf die Griechenland-Krise von einer wichtigen Entscheidung, die schon bald fallen soll: Demnach basteln die Euro-Länder an einem milliardenschweren Notfallpaket für Athen, obwohl dies der EU-Vertrag nicht vorsieht. Wäre die Hilfsaktion der richtige Weg?
*Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln.* Jetzt ist der überdehnte, aufgeblähte bunte Bürokratenhaufen in Brüssel ganz meschugge geworden. Und unsere Noch-Regierung mit dazu. Einmal muss sich Griechenland selbst retten durch drastische Sparmaßnahmen, dann wird diesem bedenklichen Staatswesen Geld nachgeworfen in Form von Rettungspaketen. Mit der Wurst nach dem Einwickelpapier werfen, nennt man diese Gedankenlosigkeit. Allen Warnungen von Experten zum Trotz, weiteres Geld in den Rachen der korrupten Regierungen Griechenlands zu werfen, wäre ein Anreiz anderer Länder sorgenfrei unnötig Geld auf den Kopf zu hauen - über die Verhältnisse zu leben. Die Pfeifen der Regierenden überholen sich ständig mit immer größeren Blödheiten. Man kommt sich langsam vor, wie in einem riesigen, landesumfassenden Bezirkskrankenhaus - sprich Heilanstalt.
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Steckbrief: Griechenland

Schuldenquote: 112,6 Prozent des nationalen BIP

Haushaltsdefizit: 12,7 Prozent des nationalen BIP (2009)

BIP-Wachstum: -1,1 Prozent (Prognose 2009)

Anteil am BIP der Euro-Zone: 2,6 Prozent (2008)

Quelle: EU-Kommission


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