Brüssel - Die Europäische Zentralbank (EZB) behält die gelockerten Regeln für Anforderungen an Staatspapiere vorerst bei, die als Sicherheit für frisches Zentralbankgeld hinterlegt werden müssen. Das sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag im Europäischen Parlament. Die technischen Details sollen bei der nächsten Zinsentscheidung der EZB am 8. April bekanntgegeben werden.
Die Europäische Zentralbank akzeptiert seit Oktober 2008 wegen der internationalen Finanzkrise für ihre Darlehen auch Sicherheiten mit einer niedrigeren Bonitätseinstufung als "A", nämlich "BBB-". Sie beschloss im vergangenen Mai, diese Krisenmaßnahmen noch bis Ende 2010 zu verlängern.
Laut Trichet wird diese Regelung nun über das Ende des Jahres hinaus beibehalten. Zugleich soll im Januar 2011 ein Fahrplan für die Einführung von abgestuften Abschlägen (Haircut) bei Sicherheiten vorgelegt werden. "Damit wird sichergestellt, dass das Euro-System weiterhin angemessen geschützt wird", sagte Trichet vor den Parlamentariern.
Ein höherer Haircut bei Sicherheiten ist eine Art Straftaxe, durch die sich die Geldbeschaffung bei der EZB für das entsprechende Land verteuern würde. Das Rating von Defizitsünder Griechenland ist im Zuge der Schuldenkrise massiv unter Druck geraten.
fro/dpa-AFX/Reuters
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