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26.03.2010
 

Arzneimittel

Rösler gewinnt Koalitionspartner für Sparkonzept

Medikamente: Röslers Sparpaket muss noch durch den BundesratZur Großansicht
ddp

Medikamente: Röslers Sparpaket muss noch durch den Bundesrat

Wenn Philipp Rösler damit durchkommt, wäre es ein großer Erfolg: Der Bundesgesundheitsminister hat sich in einem ersten Schritt mit Kollegen aus der Koalition auf ein Paket zur Kostendämpfung geeinigt - so sollen die Arzneimittelpreise im Rahmen gehalten werden.

Berlin - Das Arznei-Sparpaket steht - zumindest sind sich die Partner der schwarz-gelben Koalition darüber einig. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler und die Fachpolitiker von Union und FDP hätten sich in Verhandlungen in der Nacht auf Eckpunkte verständigt, hieß es am Freitag aus Koalitionskreisen in Berlin. Vorgesehen sei eine Mischung aus kurz- und langfristigen Maßnahmen für den Pharmabereich. Ziel ist es, der finanziell angeschlagenen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zusätzliche Mittel zu erschließen.

Bereits zum Inkrafttreten des Gesetzes soll ein Preismoratorium gelten. Bislang war als Starttermin spätestens der 1. Januar 2011 vorgesehen gewesen. Langfristig sollen die Unternehmen zu verstärkten Preisverhandlungen mit den Kassen gezwungen werden. Darüber hinaus sollen Medikamente verstärkt einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden. Einzelheiten sollen am Vormittag bei einer Pressekonferenz mitgeteilt werden.

Bundesrat als Blockierer

Die Einigung der Koalitionspartner garantiert jedoch keineswegs den Erfolg. Zunächst nämlich muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren. Und hier hatten in der Vergangenheit stets die Ministerpräsidenten der Länder, in denen die Pharmakonzerne Standorte haben, gegen ein Kostendämpfungsgesetz votiert.

Experten und Politikern sind die Preise für neue patentgeschützte Medikamente seit langem ein Dorn im Auge. Sie können von den Firmen selbst festgesetzt werden und müssen von den Krankenkassen bezahlt werden. Im internationalen Vergleich gelten die Preise in Deutschland als hoch. Insgesamt gaben die Kassen im vergangenen Jahr mehr als 30 Milliarden Euro für Arzneimittel auf - ein Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Rösler erwartet von den Kostendämpfungsmaßnahmen Einsparungen von bis zu zwei Milliarden Euro im Jahr. Seine Initiative hatte in der Pharmabranche wütende Proteste ausgelöst. "Die christlich-liberale Regierung betreibt eine Politik ohne Augenmaß", sagte Bernd Wegener vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie. "Sparen bei der Pharmaindustrie: Das lässt sich gut verkaufen - ist aber populistisch und löst die Probleme nicht."

Kritik von der Pharmaindustrie

Auch aus dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller kam Kritik an Rösler: Die Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer wies "Aussagen, unsere Preise seien zu hoch", zurück. "Die stärksten Ausgabenschübe bei den Kassen kommen gegenwärtig aus anderen Bereichen des Gesundheitssystems, nämlich von der ärztlichen Behandlung und aus den Krankenhäusern, jedenfalls nicht von den Arzneimitteln."

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, hält Röslers Pläne für naiv. Er bezweifelt, dass das Vorhaben überhaupt zu Einsparungen führen kann."Die Pharmahersteller werden mit Preisforderungen in die Verhandlungen gehen, in denen der Rabatt schon einberechnet ist. Sie lassen sich also einen von vornherein einkalkulierten Preisnachlass 'abhandeln' und umgehen damit dauerhaft die Prüfung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)", sagte Lauterbach. Röslers Konzept bringe mithin "keinen Cent".

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsbundestagsfraktion, Jens Spahn, hatte bereits Anfang März in einem SPIEGEL-ONLINE-Interview Zwangsrabatte für die Pharmaindustrie gefordert.

mik/AP/Reuters

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05.08.2010 von Linlithgow:

Gestern gekauft, die Packung Paracetamol zu ca E 0.20, 16er Packung. Hier gibts die Bestimmung, dass man nur zwei Packungen Schmerztabletten kaufen darf. Ibuprofen ist etwas teurer, ca E 0.40 die Packung. mehr...

04.08.2010 von ennairam: In Welchem Land

werden noch die pharmapreise NUR von der pharma-industrie festgeschrieben, bitteschoen?? dt. steuerzahler zahlen so an die 260 mrd. euronen (wer weiss bitte die genauen zahlen) fuer die krankenkassen...sind wir dadurch soooo [...] mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Versandapotheken sind zugelassen, einfache Medikamente gibt es in Drogerien und die Doc`s werden rausgelassen. Alles erfüllt! Schon heute! mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Wissen Sie warum die Generikafirma das Produkt nach 6 Monaten vom Markt nehmen musste? Um welches Medikament handelt es sich, wenn ich fragen darf? mehr...

03.08.2010 von Nordi11:

Paracetamol ist doch aber so schön billig! ;-) (0,79 €) Bei Aldi dann bestimmt nochmal 10% billiger, macht 0,71 € Verbieten vielleicht nicht, aber die Menge (3 St. pro Packung) für den Akutbedarf, sonst abklären lassen. [...] mehr...

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