Wiesbaden - An den Zapfsäulen bemerkten es viele Deutsche zuerst: Die Verbraucherpreise ziehen an. Die jährliche Inflationsrate kletterte im März auf 1,1 Prozent und stieg damit um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag auf Basis von vorläufigen Daten aus sechs Bundesländern mit. Erstmals seit Februar 2009 überstieg die Teuerung damit die Marke von einem Prozent. Vor allem wegen kräftig gestiegener Energiepreise fällt der Anstieg deutlicher als erwartet aus. Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von lediglich 0,3 Prozent und eine Jahresteuerung von 0,9 Prozent prognostiziert.
Die Heizölpreise erhöhten sich den Angaben zufolge je nach Bundesland gegenüber dem Vormonat um 3,9 bis 8,8 Prozent und die Kraftstoffpreise um 3,8 bis 7,7 Prozent. Auf Jahressicht fielen die Anstiege noch stärker aus: Heizöl verteuerte sich um bis zu 35,1 Prozent, Kraftstoffe um bis zu 21,1 Prozent.
Der Benzinpreis in Deutschland liegt momentan nach ADAC-Angaben im Schnitt bei 1,43 Euro und für Diesel bei 1,21 Euro je Liter. Bei Super ist es der höchste Stand seit September 2008. Im vergangenen Jahr kostete der Liter Super im Jahresdurchschnitt rund 1,28 Euro, Diesel 1,08 Euro. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) warnte die Mineralölkonzerne am Montag in der "Bild"-Zeitung, vor den Feiertagen den Bogen zu überspannen: "Ob das mit rechten Dingen zugeht, untersucht ja gerade das Kartellamt."
Lebensmittel teilweise billiger
Die Preise für Nahrungsmittel stiegen gegenüber dem Vormonat weniger stark. Hier lag die Teuerung bei maximal 1,1 Prozent. Auf Jahressicht sind Lebensmittel sogar teilweise billiger geworden (minus 0,6 Prozent bis plus 1,1 Prozent). Endgültige Ergebnisse wird die Behörde am 13. April veröffentlichen.
Analysten der Commerzbank rechnen für das Gesamtjahr mit einer Inflationsrate von 0,9 Prozent. Während die Preise für Energie und Nahrungsmittel weiter anziehen dürften, werde die sogenannte Kernrate sinken: "Die moderate Lohnentwicklung, fallende Lohnstückkosten und die anhaltende Unterauslastung der Produktionskapazitäten sprechen dafür, dass die Unternehmen die Preise kaum anheben werden", sagte Commerzbank-Volkswirt Simon Junker.
Trotz der anziehenden Verbraucherpreise im März liegen die Werte weiterhin unter der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei Inflationsraten von knapp unter zwei Prozent Preisstabilität gewahrt sieht. Damit bleibt der EZB aus Sicht der Commerzbank genügend Spielraum, die Zinsen noch für längere Zeit auf ihrem aktuellen Rekordtief von ein Prozent zu halten: "Wir erwarten die erste Zinserhöhung nicht vor Frühjahr 2011", so Junker.
luk/ddp/dpa/Reuters
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1,1% Inflation? Dass ich nicht lache! Alles Taschenspielertricks! Es kommt darauf an, wieviel ich von dem kaufen kann, was mir nach dem Zwangs-Abgreifen des Staates von meinem echt verdienten Geld bzw. Arbeitsstunden uebrig [...] mehr...
...es leben immer noch viele Bürger auf großen Fuß! Wenn man manche Sperrmüllberge in Deutschland sieht ,wie schnell etwas auf den Müll landet was noch brauchbar ist,kann man noch genügend Wohlstand bei uns erkennen. Wir sind zu [...] mehr...
Preistreiber ist wieder mal das Benzin, für das die Verbraucher wieder mal tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Politiker vergießen wieder einmal Krokodilstränen und rügen die Konzerne, und der Bundespräsident hält die [...] mehr...
Simpel auf den entscheidenden Nenner gebracht! mehr...
1,1 %? Ja sicher... die Heizölpreise sind um 35% gestiegen. Hmm.. komisch. 1,1% sind dieser schwachsinnige politisch deklarierte Warenkorb, der je nach Preisschwankungen auch noch angepasst wird und bei dem dann ein [...] mehr...
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