Luxemburg - Der Preisauftrieb im März hat sich auch in der Euro-Zone aufgrund höherer Energiepreise überraschend deutlich verstärkt. Die Lebenshaltungskosten stiegen im Vergleich zum März 2009 um 1,5 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten eine Inflationsrate von lediglich 1,2 Prozent prognostiziert. Im Februar hatte die Jahresteuerung noch bei 0,9 Prozent gelegen. Auch in Deutschland hatten höhere Energiepreise im März zu einem Preisanstieg geführt - allerdings nur um 1,1 Prozent.
Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass der Preisdruck im Euro-Raum mittelfristig wegen unterausgelasteter Kapazitäten in der Wirtschaft moderat bleiben wird. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet nicht damit, dass die Inflation bis Ende 2011 ihr Preisstabilitätsziel von "unter, aber nahe zwei Prozent" überschreiten wird. Die EZB prognostiziert für 2010 und 2011 jahresdurchschnittliche Teuerungsraten von 1,2 beziehungsweise 1,5 Prozent.
Auch die Arbeitslosenquote ist in der Euro-Zone angestiegen und erreichte im Februar den höchsten Stand seit fast zwölf Jahren. Die saisonbereinigte Quote sei von 9,9 Prozent im Vormonat auf zehn Prozent geklettert, teilte Eurostat mit. Dies ist die höchste Quote seit August 1998.
luk/ddp/dpa-AFX
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