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01.04.2010
 

Prognose bis 2015

Rentengarantie kostet Deutsche viele Milliarden

Rentner auf Bank: Hohe Belastungen für BeitragszahlerZur Großansicht
DDP

Rentner auf Bank: Hohe Belastungen für Beitragszahler

Auf Deutschlands Arbeitnehmer kommen neue Belastungen zu: Nach SPIEGEL-Informationen wird die Rentengarantie der Bundesregierung die Beitragszahler bis 2015 gut zehn Milliarden Euro kosten. Die Regelungen haben "großes Schadenspotential" heißt es in einer Studie eines Forschungsinstituts.

Hamburg - Es ist ein Gesetz mit gewaltiger Wirkung: Rund zehn Milliarden Euro wird die Rentengarantie die Beitragszahler bis 2015 kosten. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demografischer Wandel in ihrer neuen Studie "Rentenanpassung 2010 - Wem nützt die Rentengarantie?". Nach ihren Berechnungen wird der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung in den kommenden Jahren um 0,2 Prozentpunkte höher liegen, als dies ohne die Garantie der Fall wäre.

Die Garantie besagt, dass die Renten nicht sinken dürfen, auch wenn die Löhne wie im vorigen Jahr zurückgehen. Die Große Koalition hatte das Gesetz 2009 beschlossen, um die Rentner angesichts der Wirtschaftskrise vor Kürzungen zu bewahren. Zuvor galt: Die Renten steigen mit den Löhnen - und sinken auch mit ihnen.

"Die Rentengarantie birgt ein großes Schadenspotential", heißt es in der Studie. Sie destabilisiere "in der kurzen Frist das Rentensystem im Falle von konjunkturellen Schocks, indem sie einen Stabilisierungsmechanismus, nämlich denjenigen, dass die Rentenausgaben den Beitragsein nahmen folgen, außer Kraft setzt".

Bereits im vergangenen Jahr zeigte die neue Regel Wirkung: Würde es streng nach der alten Formel gehen, dann hätten die Renten zumindest in Westdeutschland um ein Prozent gekürzt werden müssen. Denn die für die Rentenanpassung maßgeblichen Löhne seien 2009 in den alten Ländern um 0,96 Prozent gesunken. Nur die Rentengarantie sorgte jetzt für Bestandsschutz.

Mehr noch: Im vergangenen Jahr - also mitten in der Wirtschaftskrise - waren die Renten im Westen um 2,4 und im Osten um 3,4 Prozent gestiegen. Das war die deutlichste Erhöhung seit mehr als zehn Jahren. Von 2004 bis 2006 gab es drei Renten-Nullrunden in Folge.

ssu

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21.10.2010 von Noodles: Wohin soll denn die Reise gehen ?

Wo in Europa soll es sein, das schöne Land wo Sie gänzlich ohne Abgaben an den Staat froh und glücklich werden können, um später in Deutschland Rente zu kassieren. Ich fürchte nur mit der Qualifikation, die man aus Ihren [...] mehr...

21.10.2010 von bammy:

Also setzen Sie jede Menge ehrbarer Kaufläute mit Drogenhändler gleich und unterstellen denen auch Diebe und Betrüger zu sein? mehr...

21.10.2010 von bammy:

Alleine die Allianz hat ein Jahresumsatz von knapp 100Mrd. Und da meinen Sie, das die 7Mrd für die gesamte Versicherungswirtschaft, die Allianz vor dem Ruin gerettet hätte. Die Allianz hat zu dem Zeitpunkt ordentlich Kohle in [...] mehr...

20.10.2010 von Nonvaio01: Wieso?

Wieso? Wenn ich im rentenalter bin und wieder nach D gehe bekomme ich einen mindestanspruch an Rente. Oder Sozial hilfe wie auch immer Sie das nennen wollen, kommt aufs gleiche raus. mehr...

20.10.2010 von DanT.:

Mondpensionen, das muss ganz dick unterstrichen werden! Pensionen sind bei 2000-3000 Euro zu deckeln, da kann man zig Milliarden einsparen! mehr...

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Die Berechnung der Rentensteigerung

Lohn der Arbeitnehmer

Das Prinzip der dynamischen Rente besagt, dass die Rentner vom steigenden Wohlstand der Arbeitnehmer proftieren sollen. Deshalb steigen die Bezüge der älteren Generation grundsätzlich um den gleichen Prozentsatz, mit dem sich auch der Durchschnittslohn je Arbeitnehmer im Vorjahr erhöht. Vereinfacht gesagt: Verdient ein durchschnittlicher Arbeitnehmer dank Lohnererhöhungen zwei Prozent mehr, erhöht sich auch die Rente entsprechend. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren zwei Faktoren eingeführt, die den Rentenanstieg bremsen.

Riester-Faktor

Nachhaltigkeitsfaktor

Rentengarantie


Alles zur Rente ab 67

So steigt das Rentenalter

Wann Sie mit Ihrer vollen Rente rechnen können
Jahrgang Alter*
1946 65
1947 65+1
1948 65+2
1949 65+3
1950 65+4
1951 65+5
1952 65+6
1953 65+7
1954 65+8
1955 65+9
1956 65+10
1957 65+11
1958 66+0
1959 66+2
1960 66+4
1961 66+6
1962 66+8
1963 66+10
ab 1964 67+0
* in Jahren + Monaten
Ab 2012 steigt das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre. Die Umstellung beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947. Menschen, die in diesem Jahr geboren wurden, müssen einen Monat länger arbeiten, wenn sie ihre Rente vollständig erhalten wollen. Bis 2023 kommt dann für die einzelnen Jahrgänge jeweils ein Monat Mehrarbeitszeit hinzu. Ab 2024 geht es weiter mit Zweimonatsschritten. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt so schließlich das neue Rentenalter 67.

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