Singapur - Die Welt blickt auf China, doch wirklich spektakulär ist die wirtschaftliche Entwicklung in Singapur: Das Bruttoinlandsprodukt in dem kleinen südostasiatischen Land legte im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorquartal um 32 Prozent zu. Gegenüber dem Vorjahresquartal beläuft sich das Plus auf 13,1 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte.
Damit hat Singapur die Rezession des vergangenen Jahres mit einem Schlag hinter sich gelassen. 2009 war die Wirtschaft noch um zwei Prozent geschrumpft.
Die Regierung reagierte auf die guten Zahlen und hob ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr kräftig an: von bis zu 6,5 auf bis zu neun Prozent. Zum Vergleich: Die Volksrepublik China konnte im vergangenen Jahr ein Wachstum von 8,7 Prozent aufweisen.
Besonders drastisch ist der Wachstumsschub in Singapur in einzelnen Branchen. Am besten schnitt dabei das verarbeitende Gewerbe mit den starken Segmenten Halbleiter und Biomedizin ab: Der Sektor wuchs in den ersten drei Monaten um 139 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal. Selbst im Jahresvergleich beträgt das Plus noch 30 Prozent.
China gibt sich pessimistischer
Die Regierung fürchtet nun vor allem eins: Inflation. Der Grund ist ein Engpass auf dem Arbeitsmarkt. So ist die Arbeitslosenquote von fünf auf drei Prozent gefallen - Volkswirte sprechen bei einem derart niedrigen Wert von Vollbeschäftigung. Das heißt: Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden. Entsprechend stark steigen die Löhne, was wiederum Folgen für die Verbraucherpreise hat.
Bisher ist die Regierung von rund zwei Prozent Inflation für 2010 ausgegangen. Nun erwartet sie bis zu 3,5 Prozent.
Deutlich pessimistischer als in Singapur ist die Lage in China: Erst kürzlich hatte Pekings Ministerpräsident Wen Jiabao vor einem Rückfall in die Krise gewarnt. Die Schuldenprobleme einiger Länder, hohe Arbeitslosigkeit sowie schwankende Rohstoffpreise und Wechselkurse könnten zu "einer zweiten Talsohle in der Rezession" führen, sagte Wen. "Es wird das schwierigste Jahr für Chinas Wirtschaft."
wal/dpa
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Um wieviel ist die Wirtschaft Singapurs denn in 2009 geschrumpft? Erst auf dem Hintergrund des Absturzes wird läßt sich die Zahl richtig lesen. Das gilt ebenso für Rohstoffe wie Kupfer, Nickel oder Aluminium. Stets werden [...] mehr...
War eine Frage, keine Unterstellung. mehr...
Ich habe nicht in Südamerika gelebt, sondern in Asien, deshalb das besondere Interesse. Das finde ich genau so schlimm. Eine sozialistische Diktatur ist nicht besser. Wie kommen Sie auf die absurde Idee, mir so etwas zu [...] mehr...
"Lohnverarbeiter" schon nicht mehr; dafür ist Singapore schon zu teuer. Ich empfehle Ihnen dringend eine Aktualisierung Ihrer Kenntnisse über Singapores Wirtschaft. mehr...
ist nicht vergleichbar mit westlichen Systemen, noch nicht mal mit dem von China. Singapur ist ein Umladehafen fuer die Containerschiffahrt, Lohnverarbeiter und Finanzplatz. Wenn also Wachstum da ist, kommt das nicht vom [...] mehr...
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