Wirtschaft



ThemaSpanienRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
27.04.2010
 

Spanien

Arbeitslosigkeit steigt auf mehr als 20 Prozent

Spanisches Arbeitsamt: Rund 4,6 Millionen Menschen ohne JobZur Großansicht
REUTERS

Spanisches Arbeitsamt: Rund 4,6 Millionen Menschen ohne Job

Die Jobkrise in Spanien verschärft sich: Nach vorläufigen Angaben eines nationalen Statistik-Instituts ist die Arbeitslosenquote auf mehr als 20 Prozent emporgeschnellt. Es wäre der höchste Wert seit 13 Jahren.

Madrid/Lissabon - Europa schaut gebannt auf Griechenland, Angst vor einer Staatspleite im Süden Europas geht um - doch die Regierung in Athen ist nicht die einzige, die mit massiven Problemen zu kämpfen hat. Auch in Portugal und Spanien verschlechtert sich die Lage dramatisch.

So ist die Arbeitslosenquote in Spanien nach inoffiziellen Angaben erstmals seit 13 Jahren auf mehr als 20 Prozent gestiegen. Nach vorläufigen Daten des Nationalen Statistik-Instituts (INE) waren im ersten Quartal 2010 in Spanien rund 4,6 Millionen Menschen ohne Arbeit, 285.000 mehr als im vierten Quartal 2009. Damit stieg die Arbeitslosenquote um 1,22 Punkte auf 20,05 Prozent.

Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen nach dem derzeitigen System im Jahr 1997. Das INE wies am Dienstag in Madrid darauf hin, dass die Zahlen "noch nicht definitiv" seien. Die Behörde hatte ihre Arbeitslosenzahlen eigentlich erst am kommenden Freitag veröffentlichen wollen. Durch ein technisches Versehen erschienen die Daten jedoch für kurze Zeit auf der Internetseite des INE und wurden von den Medien verbreitet.

Streik gegen portugiesisches Sparprogramm

Auch Portugals Regierung hat zu kämpfen. Um das Haushaltsdefizit von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wieder unter Kontrolle zu bringen, muss die Regierung in Lissabon eisern sparen. Doch die Bevölkerung macht da nicht mit. Sie streikt.

Am Dienstag traten unter anderem die portugiesischen Eisenbahner in den Ausstand. Auch die Fährverbindungen und zahlreiche Buslinien wurden bestreikt. Im Großraum Lissabon kam es am Morgen zu zahlreichen Staus, weil Pendler aus dem Umland mit dem Auto zur Arbeit fahren mussten. Der U-Bahn-Betrieb in der Hauptstadt selbst war von dem Ausstand allerdings nicht betroffen, auch einige Busse fuhren. Die Zugverbindungen ins Ausland wurden aufrechterhalten, wie die Bahngesellschaft Caminhos de Ferro Portugueses mitteilte.

Die sozialistische Regierung hatte im März ein Programm vorgelegt. Dazu sollen Sozialausgaben gekürzt, Steuererleichterungen für bestimmte Gruppen abgeschafft und die jährlichen Gehaltserhöhungen im Öffentlichen Dienst unter der Inflationsrate gehalten werden. Zudem will das Finanzministerium durch Privatisierung von Staatseigentum sechs Milliarden Euro Schulden abbauen. Das Sparprogramm ist auf vier Jahre angelegt.

ssu/apn/dpa-AFX/Reuters

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 4786 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
30.07.2010 von Dominik Menakker:

Kaum lässt man euch Verschwörungstheoretiker mal wieder ein paar Tausend Beiträgen alleine, fangt ihr schon wieder an den dümmsten Mist zu posten. Die EZB kann nichts auf- oder abwerten. Habe ich an anderer Stelle schon oft [...] mehr...

29.07.2010 von rolli:

Es gibt ein seltenes Dokument der Wahrheit, das ist der Schlussbericht des BIZ 77. Jahresberichtes. Selten habe cih aus diesen Kreisen etwas aufrichtigeres gelesen als das. Und das sollten sich die Glaubenskrieger genau anlesen: [...] mehr...

29.07.2010 von Ghost12:

Genau, auf S.1 kann man gut sehen, dass das Volumen stabil ist, kein Einbruch. Ca. 600 Billionen US $. Es gibt auf Derivateniveau kein Hedging mehr. Derivate sind Wetten, es macht keinen Sinn in 2 Richtungen zu wetten, [...] mehr...

29.07.2010 von rolli:

Ich habe etwas vergessen: Investitionenn in Derivate ist kein Oximoron, denn ohne Beteiligter zu sein, kann ich Derivate erwerben ohne direkt daran beteiligt zu sein und eine neue Wette aufmachen. rolli mehr...

29.07.2010 von rolli:

Bezüglich der Derivateentwicklung sehen Sie bitte hier http://www.bis.org/publ/otc_hy1005.pdf?noframes=1 und vergleichen diesen Bericht mit dem trienalen Bericht von 2007. Ein gutes Zahlenwerk. Sie sehen das ganze zu [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Staat & Soziales
alles zum Thema Spanien

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Die EU-Pleitekandidaten







TOP



TOP