Ulm - BKK, DAK und andere haben es vorgemacht - nun zieht auch die größte deutsche gesetzliche Krankenkasse nach: Die Barmer GEK wird spätestens im kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag von ihren 8,5 Millionen Versicherten verlangen, vielleicht sogar noch 2010.
"In diesem Jahr hängt es davon ab, ob weitere Kostensenkungsmaßnahmen wirksam werden, beispielsweise im Arzneimittelbereich", sagte die Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Birgit Fischer, der "Südwest Presse". Nun müsse die Lage von Monat zu Monat neu beurteilt werden.
Am Dienstag wiegelte die Barmer GEK allerdings ab: Die Kasse sei "finanziell gut aufgestellt", weshalb Zusatzbeiträge nicht auf der Agenda stünden, erklärte ein Sprecher. Die Krankenkasse schloss aber einen solchen Schritt auch nicht grundsätzlich aus.
Dabei hat die Barmer GEK sogar davon profitiert, bislang auf den monatlichen Zusatzbeitrag verzichtet zu haben: Seit Jahresbeginn habe die Kasse 150.000 neue Versicherte gewonnen, sagte Fischer. Sie selbst führt dies "zu einem großen Teil" darauf zurück, dass die Versicherung bisher keinen Aufschlag verlangt.
Fischer fordert höhere Beitragssätze
Anfang des Jahres hatten bereits mehrere Kassen Preisaufschläge angekündigt - und damit einen heftigen politischen Streit provoziert. Schwarz-Gelb machte gegen die geplanten Zusatzbeiträge mobil. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hielt den Aufschlag zwischenzeitlich gar für rechtswidrig.
Doch allein bei dem Zusatzbeitrag soll es aus Sicht der Krankenversicherer nicht bleiben: Angesichts des drohenden Defizits aller gesetzlichen Kassen von bis zu 15 Milliarden Euro im nächsten Jahr forderte Fischer zusätzlich eine Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes.
Andernfalls sei ein höherer Steuerzuschuss notwendig. Nur so lasse sich vermeiden, dass alle Kassen durchschnittlich 20 bis 23 Euro im Monat zusätzlich verlangen müssten. "Man kann die Probleme nicht nur über die Zusatzbeiträge lösen und damit einseitig den Versicherten aufladen", so die Chefin der Krankenkasse.
yes/dpa-AFX/AFP
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Na dann erzählen Sie mal wieviel Sie einzahlen. Vermutlich hatte ich in meiner aktiven Zeit wesentlich mehr eingezahlt. mehr...
Quatsch,die Ärzte streiken nicht für den Erhalt der Hausverträge, denn die will niemand abschaffen. Die Ärzte streiken dagegen, dass die Honorare in den Hausarztverträgen nicht stärker steigen sollen als die allgemeine [...] mehr...
Das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt. Es geht darum, dass von Ärzteseite ständig suggeriert wird, die Kassenärzte müssten in vielen Regionen mit weniger Honorar auskommen als vor der Reform 2009. Tatsächlich [...] mehr...
wenn es den Ärzten so schlecht geht, warum studieren dann so viele für diesen Beruf?? Niemand zwingst sie. Wenn nicht die Bevölkerung in Jahrzehnten so erzogen worden wäre, bei jeder Kleinigkeit [...] mehr...
Natürlich ist er das nicht, aber was sagen Sie den Krankenschwestern? Geht es denen anders? Erzählen Sie DENEN mal was von 90.000€! Richtig! Deswegen haben Sie auch Verantwortung - den Menschen gegenüber. Genauso wie die [...] mehr...
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