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08.05.2010
 

Pflege

Wirtschaftsminister Brüderle torpediert Mindestlohn

Altenpflegeheim in Neu-Isenburg: Einheitliche Tarifverträge fehlenZur Großansicht
ddp

Altenpflegeheim in Neu-Isenburg: Einheitliche Tarifverträge fehlen

Um die Einführung eines Mindestlohns in der Pflegebranche gibt es Streit in der Koalition. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen würde gerne den Kompromiss, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt haben, in Gesetzesform gießen. Kabinettskollege Rainer Brüderle aber sperrt sich.

Hamburg - Das CDU-geführte Arbeitsministerium (BMAS) will per Rechtsverordnung ab 1. Juli einen Mindestverdienst für die rund 800.000 Beschäftigten in Altenheimen und ambulanten Pflegediensten einführen. Doch das Wirtschaftsministerium (BMWi) bremst und pocht auf die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) möchte, dass sich das Kabinett mit dem Vorschlag befasst und die Regelung vorerst bis zum 31. Dezember 2011 befristet wird. Das BMAS hält das für unnötig, da es für die Festlegung von Mindestlöhnen in der Pflege ohnehin eine gesonderte gesetzliche Regelung gibt.

Die Branche besitzt keine bundesweit einheitlichen Tarifverträge, weil die Kirchen dort besonders stark engagiert sind, für die Ausnahmeregeln gelten. Stattdessen legte Ende März eine spezielle Kommission aus Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertretern einen Mindestlohn fest. Er soll zunächst 8,50 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten betragen, mit festgelegten Steigerungsraten bis 2013.

In der Pflegebranche sorgt der Einspruch des BMWi für Unmut. In einem Beschwerdebrief an das Ministerium skizzierte Kommissionschef Rainer Brückers, wie schwierig es war, sich auf den "Gesamtkompromiss" aus Entgelten und Laufzeiten zu einigen. Eine Verkürzung der Geltungsdauer bis Ende 2011 würde, so Brückers, "im Widerspruch zu den Empfehlungen der Pflegekommission stehen".

mik

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Die neuesten Beiträge:
29.05.2011 von donaufalterzeitung: Die Kassen sind pleite

Hallo bono1, da die Kassen pleite sind, es aber nicht zugeben, wird überall gespart. An den psychisch Kranken, den Blutzuckerteststreifen und an den Alten. Auch die Privatkassen gönnen nicht einmal mehr den Tumorkranken eine [...] mehr...

29.05.2011 von bono1:

Also wie wollen Sie angesichts der demographischen Entwicklung die Pflege finanzieren? Kann es anders sein als nur eine Basisversorgung sein, die zwangsläufig noch grössere Mängel aufweist als die heutige, mit einer [...] mehr...

27.05.2011 von Seshiro: Fachkräftemangel

Ja! Es herrscht Akute Unterversorgung! Vor allem an Fachkräften. Es ist schon soweit, dass kaum ausgebildete Kräfte (Kranken/Altenpflegehelfer) die Aufgaben und das Gehalt von Kranken/Altenpflegern bekommen. Ich habe eine [...] mehr...

27.05.2011 von donaufalterzeitung:

Bravo, Rafkuß, ich gratuiere Ihnen. Wir Ärzte sind zum Leben - erhalten da. Alles andere wäre Mord. Ob das gut ist, interessiert nicht. Die Moralfrage darf man nicht stellen. Der Staatsanwalt interessiert sich dafür. Ob Ihnen [...] mehr...

27.05.2011 von blue0711: ..

Das ist mit Verlaub Käse. Aus dem einfachen Grund, weil sich dann eben kaum jemand rechtzeitig drum kümmert und die zwangsläufig entstehenden Kosten dann von der Allgemeinheit übernommen werden müssen. Durch zu spätes [...] mehr...

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Pflegeversicherung

Unter dem Sammelbegriff Pflegeversicherung werden die Versicherungen zur finanziellen Vorsorge gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit zusammengefasst. In Deutschland sind alle krankenversicherungspflichtigen Personen pflegeversichert. Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen , die organisatorisch zu den gesetzlichen Krankenkassen gehören. Ob und in welchem Maße eine Person pflegebedürftig ist, entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) ; er legt auch die Zuordnung in bestimmte Pflegestufen (I-III) fest. Die pauschalierten Geld- und Sachleistungen bzw. die Kosten für Pflegekräfte sind ein Zuschuss zu den Kosten für die Pflege. Die finanzielle Unterstützung ist nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt.

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