Nürnberg - Öffentliche Schulden galten bislang nicht als Problem, das Bürger unmittelbar betrifft. Die Milliarden, inzwischen gar Billionen, die Deutschland seinen Gläubigern schuldet, waren abstrakt, die Konsequenzen der Defizite kaum spürbar - zumindest nicht kurzfristig.
Doch angesichts der Euro-Krise und der Probleme Griechenlands, seine Schulden zu refinanzieren, hat sich dieses Denken offenbar geändert. Die Sorgen um die hohe Verschuldung einiger Staaten in Europa verunsichern mittlerweile auch die deutschen Verbraucher. Sie sehen die weitere wirtschaftliche Erholung gefährdet und befürchten eine höhere Inflation. Das zeigt der am Mittwoch veröffentlichte Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
Noch im April hatte die gute Entwicklung der Wirtschaft nach der Krise für gute Stimmung bei den Verbrauchern gesorgt, die nur von den hohen Energiepreisen getrübt worden war. Nun fürchten die Deutschen laut GfK, die Rettungspakete für Griechenland und der schwächere Euro könnten die deutsche Wirtschaft in ihrer Erholung beeinträchtigen. Der Index sinkt von 3,7 Punkten im Mai auf 3,5 Punkte im Juni.
Weniger Angst vor Arbeitslosigkeit, mehr vor Inflation
Ein ähnliches Bild zeichnet auch eine "Stern"-Umfrage: Laut dem "Sorgenbarometer" des Magazins haben mehr als drei Viertel aller Deutschen (76 Prozent) große oder sehr große Angst davor, dass die Staatsschulden nicht mehr zu bewältigen sind. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als noch im Februar.
Leicht gestiegen auf 59 Prozent ist laut "Stern" auch die Sorge um die Sicherheit der Renten. Genauso viele Befragte fürchten, die Politiker könnten mit den aktuellen Problemen überfordert sein (59 Prozent).
Stark gestiegen sei die Zahl der Befragten, die Preissteigerungen erwarten: 54 Prozent der Bürger sagten demnach, sie hätten Angst vor einer höheren Inflationsrate. Das sind zehn Punkte mehr als im Februar.
Abgenommen habe dagegen die Furcht vor steigender Arbeitslosigkeit: Sie fiel um vier Punkte auf 55 Prozent. Zugleich sorgt sich allerdings die arbeitende Bevölkerung um ihren eigenen Job: Gegen den Gesamttrend fürchten fast ein Viertel (23 Prozent) der Erwerbstätigen, ihre Arbeit zu verlieren.
cte/AFP
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Und ? Wären Sie dann glücklich und zufrieden ? (Ach ja : "untergehen" tun die USA deshalb trotzdem nicht...zu schade, nicht wahr ?) mehr...
Aber es hat auch noch eine andere Seite, die eher noch von den Oligarchen der kapitalistischen Systeme gefürchtet werden. Schließlich ist China auf diesem Weg zu einem Wirtschaftsimperium herangereift, das im Export alle anderen [...] mehr...
„...China-hype ist doch von der old ökonomy gemacht...“ Aus deren Perspektive war mein Beitrag auch gedacht ("China wird hierzulande leidenschaftlich als ultrakapitalistisches Pharaonenreich......"). Ein [...] mehr...
Wann biden sich übertriebene Spekulationsblasen?? Wenn sich eine extreme Ungleichheit in der Einkommensentwicklung bildet und die Arbeitserträge vieler sich bei Einzelnen zu stark sammeln. Deren immer grüßer werdende Gier verläßt [...] mehr...
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