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28.05.2010
 

Noch mal zehn Milliarden Euro

HRE braucht erneut Geld

Zentrale der HRE in München: Erneute Milliardenhilfen erforderlichZur Großansicht
dapd

Zentrale der HRE in München: Erneute Milliardenhilfen erforderlich

Die Euro-Krise trifft auch die Hypo Real Estate: Das angeschlagene Institut benötigt weitere Garantien von zehn Milliarden Euro. Insgesamt hat die Bank damit schon Hilfen über 100 Milliarden Euro aus dem staatlichen Rettungsfonds erhalten.

Frankfurt am Main - Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten machen weitere Hilfen für die verstaatlichte Hypo Real Estate (HRE) erforderlich. Der Bankenrettungsfonds Soffin teilte am Freitag mit, die Garantien um 10 Milliarden Euro auf insgesamt 103,5 Milliarden Euro auszuweiten.

Bei der zusätzlichen Summe handele es sich um Garantien, die der HRE bereits im vergangenen Jahr als Puffer zur Verfügung gestanden haben. Sie seien aber wegen der verbesserten Situation an den Finanzmärkten nicht in Anspruch genommen worden. Nun sei die Lage anders: "Wir ergreifen diese Maßnahme aufgrund der aktuellen Marktbewegungen, um die laufende Restrukturierung der HRE unter keinen Umständen zu gefährden", sagte Soffin-Sprecher Hannes Rehm.

Ein Scheitern hätte massive Folgen für die deutsche Wirtschaft. "Halbe Sachen werden wir uns nicht leisten und den Bürgern nicht zumuten", sagte Rehm. Das Münchner Geldinstitut hatte im vergangenen Jahr ein Defizit von 2,24 Milliarden Euro gemacht. Die Verluste waren immerhin um 59,1 Prozent geringer als das Nettorergebnis 2008.

Die weltweite Finanzkrise hatte die HRE im Herbst 2008 an den Rand des Abgrunds gebracht. Sie konnte nur durch Milliardenhilfen des Bundes und zum Teil aus der Bankenbranche vor dem Aus bewahrt werden. Eine Pleite wollte die Bundesregierung vermeiden: Die Bank gilt als systemrelevant, könnte bei einem Zusammenbruch also weitere Banken und unter Umständen sogar ganze Staaten mit in den Abgrund ziehen.

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) gewährte der gesamten Bankenbranche bislang Garantien von 144,4 Milliarden Euro. Der Löwenanteil davon kam der HRE zugute. Zudem verteilte der Fonds 28 Milliarden Euro direkter Kapitalspritzen an vier Institute: Commerzbank (18,2 Milliarden Euro), HRE (6,3), WestLB (3,0) und Aareal Bank (0,5).

lgr/AFP/apn/dpa

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insgesamt 74 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
29.05.2010 von Rainer Daeschler: Elitäre Eigentorschützen

Das würde ihnen eine Schwarmintelligenz unterstellen, die aus ihrem Handeln nicht ersichtlich ist. Es ist nur der Gleichklang einer Gruppe von Ichlingen, die über kurzfristigen Vorteile nicht hinausschauen können. mehr...

29.05.2010 von onzapintada: Deutsche Elite will Alles fuer sich allein/ Scheitern vorprogrammiert

Man koennte tatsaechlich meinen, die deutschen Eliten wollen den Zusammenbruch von Staat und Gesellschaft, so wie darauf zusteuern. Sie blenden offenbar aus, dass sie nicht (Wirtschafts-)Krieg gegen andere Staaten UND [...] mehr...

29.05.2010 von inci: oooo

die HRE war von anbeginn ihrer "gründung" eine bad bank. läßt man die jetzt pleite gehen, stellt sich heraus, daß alle anderen banken in deutschland ebenfalls seit jahren bad banks sind. denn die erzielten gewinne der [...] mehr...

29.05.2010 von ...ergo sum: naaaaaja

Jau ! Das Rad dreht sich immer schneller und zumeist werden die bereits täglich von den neuen Wünschen und Forderungen nicht ein- sondern überholt. ^ Die rennen den Ereignissen fast hinterher. Deshalb ja, - geht nicht mehr [...] mehr...

29.05.2010 von tommy_tom: Ehrlich gesagt,

Ehrlich gesagt, hatte ich mir so was auch schon gedacht, bei den "brutalstmöglichen Aufklärern" in unserer Regierung. Solange Untersuchungsausschüsse von denen geführt werden, die zu den (Verbr...)Verursachern [...] mehr...

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Immobilienbank in Not

Die Hypo Real Estate

Die Hypo Real Estate ist ein vergleichsweise junges Unternehmen. Sie ist erst im Jahr 2003 entstanden, als die HypoVereinsbank ihr gewerbliches Immobilienfinanzierungsgeschäft abgespaltet hat. Im Oktober 2003 ging die Hypo Real Estate an die Börse und schaffte es dort gut zwei Jahre später in den Dax. Später stieg das Unternehmen zunächst in den MDax ab, seit der Verstaatlichung ist es an der Börse nicht mehr notiert.

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