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07.06.2010
 

Spanien

Steuersünder sollen sich mit Staatspapieren freikaufen

Spaniens Premierminister Zapatero: Geheimes Projekt Zur Großansicht
AP

Spaniens Premierminister Zapatero: Geheimes Projekt

Kuriose Idee der spanischen Regierung: Um die Schuldenkrise zu bewältigen, sollen Steuersünder Staatsanleihen kaufen - zu niedrigeren Zinsen. Im Gegenzug würden die Fiskus-Betrüger straffrei davonkommen.

Madrid - Spanien plant offenbar eine Steueramnestie im Tausch gegen Geld für den Staat: Wer sein nicht versteuertes Vermögen offenlege, solle straffrei bleiben - und im Gegenzug spanische Staatsanleihen zu einem niedrigeren Zinssatz kaufen, berichtet "El Mundo" am Montag. Die Zeitung zitiert hohe Regierungsstellen, das Projekt sei "supergeheim".

"Zunächst würde das unsere Finanzierungskosten für neue Schulden senken, außerdem würden wir das versteckte Geld aufdecken, für das dann Steuern gezahlt werde müssten, was wiederum unsere Steuereinnahmen erhöhen würde", sagte ein Unterstützer des Vorhabens "El Mundo".

Spaniens Staatsdefizit erreichte im vergangenen Jahr 11,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dies löste Unruhe an den internationalen Finanzmärkten aus, Rating-Agenturen senkten die Noten für die Kreditwürdigkeit Spaniens, und für die Kreditaufnahme muss das Land inzwischen entsprechend deutlich höhere Zinsen zahlen.

Schätzungen zufolge wird in Spanien bis zu einem Viertel der Wirtschaftsleistung schwarz erwirtschaftet. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat im Kampf gegen die hohe Verschuldung harte Sparmaßnahmen im Sozialbereich angekündigt. Derzeit sucht die Regierung nach Wegen, den Unmut der Bevölkerung darüber zu dämpfen. Unter anderem plant sie dazu eine Reichensteuer.

cte/AFP

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insgesamt 6 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
07.06.2010 von Sternundwinkelcruiser: Geld stinkt .. oder etwa nicht ??

LOL, das stimmt allerdings. Mich würde einfach mal interessieren, wie die Zusammensetzung einer Strafe aussieht von jemandem, der gewerbliche Kinderpornobilderhandel betreibt und dafür dann keine Steuern zahlt. Keine Frage, [...] mehr...

07.06.2010 von frank_lloyd_right: Wenn er´s durchkriegt...

In Spamien (ganz im Gegensatz zu Portugal) kriegeich nicht mal einen Kassenzettel an der Tanke oder in der Apotheke - da gibt es massenhaft Kandidaten für ZapaterosSchema - obwohl die meisten in der Baubranche und in den Gemeinden [...] mehr...

07.06.2010 von egils: alte idee

bei der katholischen Kirche hiess das frueher Ablasshandel, oder? Luther, hol' den Hammer raus. Zeit mal wieder etwas anzuschlagen... mehr...

07.06.2010 von Ursprung: Sowas von peinlich

Kopfbeton ist eine prima Wortsschoepfung, die den deutschen Nagel im Brett vor und auf den Kopf trifft. Dagegen steht die spanische Grandezza einer eleganten Problemloesung. Seit ich die deutsche Eselei gegenueber der brutalen [...] mehr...

07.06.2010 von Zaharoff: Schon vor 20 Jahren

gab es in Spanien ein solches Modell. Da es schon damals gut funktioniert hat, ist an der "Idee" weder etwas kurios, noch neu. Nur im Kopfbeton-Deutschland scheint soetwas undenkbar. Schließlich wird ein [...] mehr...

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