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10.06.2010
 

Euro-Krise

Verfassungsrichter weisen Eilantrag gegen Rettungspaket ab

Schlappe für die Euro-Gegner: Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag gegen das Paket zur Rettung klammer Euro-Staaten abgewiesen. Damit ist der Weg für das 750-Milliarden-Programm zunächst frei.

Hamburg - Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag gegen das Euro-Rettungspaket abgewiesen. Seinen Beschluss begründete der zweite Senat mit den Folgen, die ein vorläufiges Verbot deutscher Bürgschaftszusagen für den Euro haben könnte.

Damit ist der Weg für die deutsche Beteiligung an dem internationalen 750-Milliarden-Euro-Programm zunächst frei. Eine endgültige Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler gegen das Rettungspaket steht aber noch aus.

Das Gericht begründete die Entscheidung mit einer Abwägung der möglichen Folgen für die Allgemeinheit: Würde die Bundesrepublik Deutschland ihre Zusagen zum Rettungspaket auch nur vorübergehend aussetzen müssen, könnte dies nach Einschätzung der Bundesregierung zu einer Vertrauensminderung an den Märkten führen, deren Folgewirkungen nicht absehbar seien.

Der Kläger hatte die Verletzung seiner Grundrechte wegen des Euro-Stabilisierungsmechanismus-Gesetzes geltend gemacht. Nach Auffassung von Peter Gauweiler bedeutet das Rettungspaket eine Kompetenzüberschreitung der Europäischen Union, für die es keine demokratische Legitimation gibt. Deshalb sei sein in Artikel 28 Grundgesetz garantiertes Recht auf demokratische Teilhabe verletzt.

Zur Prüfung stand auch Artikel 38, nach dem Bundestagsabgeordnete nur ihrem Gewissen unterworfen sind, sowie das Grundrecht auf Eigentum und das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Hintergrund ist das das 750 Milliarden Euro schwere Rettungspaket für die Gemeinschaftswährung, das von Bundestag und Bundesrat am 21. Mai gebilligt wurde. Deutschland verpflichtet sich darin, bis zu 148 Milliarden Euro beizusteuern.

Das Bundesfinanzministerium begrüßte die Entscheidung. Karlsruhe habe damit die Vorgehensweise der Regierung bestätigt, erklärte eine Sprecherin in Berlin.

mik/dpa/AFP

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Die neuesten Beiträge:
12.06.2010 von Seldon: Honi soi qui mal y pense

Am vergangenen Sonntag endete das diesjährige Bilderberg-Treffen. Es waren die Weltenlenker und Finanzfürsten, die zusammen mit anderen einflußreichen Persönlichkeiten im spanischen Städtchen Sitges, gut 40 Kilometer von [...] mehr...

11.06.2010 von syramon:

Ich denk der Michel erträgts wie bisher auch. Wer geblieben ist, ist mit Sicherheit "Aufnahmefähig". sag ich jetzt mal so. Ein leckes Schiff, wie das Deutsche,man man nicht hochsee- tauglich, indem man es neu [...] mehr...

11.06.2010 von zwangsreunose:

auf der Klippe :-) ---Zitat--- In Spanien platzt die Immoblase mit einem Knall, den man rund um den Globus hören kann. ---Zitatende--- Zeit wirds, denn dann wird der deutsche Michel endlich begreifen, dass seine ganzen [...] mehr...

11.06.2010 von alpenjonny: Reicht hinten und vorne nicht

Gruezi! Au Backe, die ganze Welt guckt nach Südafrika und übersieht beinahe, dass das ZWEITE Rettungspaket geschnürt werden muss: Spanien steht vor der Pleite! Der Premier Aznar wiegelt ab,verteilt grosszügig Beruhigungspillen. [...] mehr...

11.06.2010 von t.h.wolff:

Die höchste juristische Instanz der Republik hat Angst - wie die gesamte politische Klasse. Man befürchtet für den Herbst eine Baisse und einen erneuten Crash der globalen Wirtschaft. Trigger gibt es genügend. Den schwarzen Peter [...] mehr...

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