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18.06.2010
 

Schuldenkrise

Medwedew hält Kollaps des Euro für möglich

Russischer Präsident Medwedew: Zur Großansicht
dpa

Russischer Präsident Medwedew:

Die Schuldenkrise in Europa beunruhigt nun auch wichtige Handelspartner. In einem Interview mit dem "Wall Street Journal" wollte Russlands Präsident Dmitrij Medwedew sogar einen Zusammenbruch der Währungsunion nicht ausschließen.

Berlin - Die Äußerung entsprang keineswegs der Schadenfreude über die Schwäche der Europäer. Vielmehr treibt den russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew die Sorge um, dass auch die Wirtschaft seines Landes in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. "Russlands Wohlstand hängt zu einem großen Teil davon ab, wie sich die Dinge in Europa entwickeln. Wir sind kein EU-Mitglied, aber wir sind ein europäisches Land", sagte er dem "Wall Street Journal".

Medwedew ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass er den Wiederaufstieg des Euro keineswegs für einen Selbstläufer hält. Im Gegenteil: Sogar den Kollaps der Euro-Währung will er nicht ausschließen: "Ich stelle die Bedrohung nicht größer dar, als sie ist. Sie kann aber nicht unterschätzt werden." Die Situation sei einzigartig.

Tatsächlich ist die Gefahr nicht gering zu schätzen. Trotz des Anfang Mai verabschiedeten Rettungsschirms im Umfang von 750 Milliarden Euro, den die Mitgliedsländer der Euro-Zone und der Internationale Währungsfonds (IWF) klammen Euro-Staaten zur Verfügung gestellt haben, fordern die Finanzmärkte nach wie vor hohe Risikoaufschläge für Länder wie Griechenland, Portugal und Spanien. Für zusätzliche Verunsicherung sorgt das verbreitete Misstrauen auf dem Geldmarkt. Die Banken parken das Geld derzeit lieber bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und nehmen dafür extrem geringe Zinssätze in Kauf als sich gegenseitig auszuhelfen.

Mit der Veröffentlichung von Stresstests für die Banken will die EU der Vertrauenskrise nun entgegenwirken. Auch die Bundesregierung ist nach anfänglicher Skepsis dafür. Die deutschen Banken, anfangs vehemente Kritiker einer solchen Maßnahme, sprechen sich inzwischen nicht mehr einheitlich gegen die neue Transparenz aus.

mik

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insgesamt 16 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
21.06.2010 von Chatten_ODW: Recht hat er

Recht hat er, dass Monster EU wird kollabieren wie die SU, dass erkennt er sehr genau. Und ich werde jubeln wenn die Vision der Europ. Eliten platzt wie ein Luftballon. Die sollen froh sein wenn nicht in ein paar Ländern die [...] mehr...

21.06.2010 von Jorge Loma: fastjag

Ja, so ist es! Das nicht nur sogenannte Wirtschaftswunder erstand aus der Katastrophe, an die ich mich sehr genau erinnere, durch einige nicht nur sogenannte deutsche Tugenden. Ich bin überzeugt, dass wir diese Krise genau [...] mehr...

21.06.2010 von Kontra: Der Standpunkt zählt

Und rechnet man Bernd Klehn raus, ist man mit Zillarden im Plus. mehr...

19.06.2010 von Bernd Klehn: Leider nicht

Leider auch nicht gut: Die Nettoauslandsschulden der Eurozone betragen 16% des BIPs und die der USA 24%. Fernerhin erzielten die USA in 2009 121Mrd. Dollar Zinsüberschuss, während die Eurozone 38Mrd. Euro aufbringen musste. [...] mehr...

19.06.2010 von syramon: Ich nicht, wozu auch?

Viele hochdefizitäre EU-Länder stehen wirtschaftlich nicht gerade gut da, um es mal dezent zu formulieren, viele befinden sich realistisch betrachtet im Niedergang, auch nicht ganz ohne verschulden dieser EU. Weltmachtträume [...] mehr...

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Mit der gigantischen Summe von mehr als sieben Billionen Euro sind die Euro-Länder verschuldet. Mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben die Staaten jetzt einen riesigen Rettungsschirm von bis zu 750 Milliarden Euro für Länder gespannt, die mit dem Schuldenberg nicht mehr fertig werden und in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

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