Magdeburg - Weil der Chef einer Reinigungsfirma seinen Angestellten nur etwa einen Euro pro Stunde bezahlte, wurde er am Dienstag vom Landgericht Magdeburg zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt.
Dieses Urteil hat es in sich - denn das Gericht stellte zum ersten Mal klar: Wer Beschäftigten weniger als den verbindlich festgelegten Mindestlohn zahlt, macht sich strafbar.
Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, die Frauen als Minijobber beschäftigt, ihnen tatsächlich aber Monatslöhne zwischen 60 und 300 Euro und damit Stundenlöhne "bis in den Ein-Euro-Bereich hinein" gezahlt zu haben. Dafür mussten sie zwei Wochen im Monat täglich zwölf Stunden schuften.
Nach Auffassung des Gerichtes erhielten die Frauen statt des allgemeinverbindlichen Mindestlohnes von 7,68 Euro eine unangemessen geringe Bezahlung.
Außerdem sparte sich der Arbeitgeber auch die Sozial-Beiträge in Höhe von 69.000 Euro. Da Beiträge zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung nur aus dem tatsächlich gezahlten Lohn und nicht nach dem Mindestlohn abgeführt wurden, sah die Staatsanwaltschaft den Tatbestand des Vorenthaltens und Veruntreuung von Arbeitsentgelt als erfüllt an.
Nach dem Urteil müssten Arbeitgeber, die weniger als verbindlich festgesetzte Mindestlöhne zahlten, künftig nicht nur mit Bußgeldern, sondern auch mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen, sagte der Gerichtssprecher. Bislang verstoßen jährlich hunderte Firmen gegen den Mindestlohn.
kim/apd/ddp
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Ich bin seit 33 Jahren weg aus Deutschland und habe dort nur geringe Ansprüche ab 65 Jahren plus 4 Monaten. Macht aber nichts, da ich hier eine super Zusatzversicherung habe (Vivre la France). Die Deutschen haben mir ein [...] mehr...
Bitte mein Posting komplett lesen, dann erübrigt sich Ihr Kommentar, da ich genau das Aussge mehr...
Sie können aber freiwillig an die Rentenkasse zahlen. (Wobei man das heute eigentlich niemandem empfehlen sollte.) Wenn Sie in der BRD jobben lassen Sie sich bestimmt ihren Lohn Brutto für Netto auszahlen und sich die Steuer [...] mehr...
Eigentlich setze ich Wohlwollen der Politik voraus, aber die Einsicht fehlt, dass es immer wieder "Spezialisten" gibt, die die Gutheit schamlos ausnützen. 400 € Jobs gehören abgeschafft oder zumindest müssten Beiträge [...] mehr...
Sorry, wenn Sie meine Hervorhebung gestört hat. Vielen Menschen ist leider nicht bewußt, dass sich ihr Lohn nicht aus dem Netto ergibt, sondern aus ihrem Brutto + Arbeitgeberbeiträge zur SV. mehr...
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