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05.07.2010
 

Arbeitnehmerdatenbank Elena

Brüderle will Datensammler stoppen

Wirtschaftsminister Brüderle: Korrekturen bei "Elena" angekündigtZur Großansicht
REUTERS

Wirtschaftsminister Brüderle: Korrekturen bei "Elena" angekündigt

Zu bürokratisch, zu teuer, zu unsicher: Laut "Handelsblatt" will Wirtschaftsminister Brüderle die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten einstellen - zumindest vorübergehend. Das Kabinett dürfte zustimmen. Nur eine Ministerin zögert offenbar noch.

Berlin - Elena ist gerade mal sieben Monate alt - schon steht sie vor dem Aus. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) plant, die zentrale Datenbank für Arbeitnehmerdaten mindestens für eine gewisse Zeit auszusetzen. "Wir müssen verschärft über ein Moratorium nachdenken", sagte Brüderle dem "Handelsblatt".

Bereits vor Wochen hatte der Minister Korrekturen an dem elektronischen Einkommensnachweis (Elena) ins Gespräch gebracht. Der Grund: Die Belastungen der öffentlichen Haushalte dürften durch dieses Verfahren nicht durch die Decke gehen, sagte Brüderle. "Außerdem ist immer noch nicht klar, ob bei Teilen des Mittelstands tatsächlich eine Entlastung stattfindet."

Doch genau das sollte Elena eigentlich leisten. Seit dem Start der Datenbank am 1. Januar sind die Arbeitgeber verpflichtet, die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten an eine zentrale Speicherstelle zu übermitteln. Erklärtes Ziel war die Entbürokratisierung der Wirtschaft - insbesondere des Mittelstands. Denn jedes Jahr stellen die drei Millionen Arbeitgeber in Deutschland etwa 60 Millionen Einkommensbescheinigungen in Papierform aus, die für Anträge auf bestimmte Sozialleistungen wie Arbeitslosen-, Wohn- oder Elterngeld erforderlich sind. Dieser Aufwand sollte durch Elena erheblich verringert werden.

Hilfe nur für größere Unternehmen?

Wenn Elena der Wirtschaft tatsächlich helfe, Bürokratiekosten von rund 87 Millionen Euro zu sparen, so komme die Entlastung doch nur größeren, aber kaum kleineren Unternehmen zugute, verlautet es laut "Handelsblatt" aus dem Wirtschaftsministerium.

Zuvor hatte bereits Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) an dem Verfahren ihre Bedenken geäußert - allerdings aus datenschutzrechtlichen Gründen. Auch in der CDU und CSU wächst der Widerstand an der Datenbank.

Wie das "Handelsblatt" weiter berichtet, traf sich vergangene Woche eine Staatssekretärsrunde aus den beteiligten Ministerien und dem Kanzleramt, um eine "Bestandsaufnahme" zu erstellen. Dabei sei auf Kostenprobleme, aber auch auf datenschutzrechtliche Schwierigkeiten hingewiesen worden. Laut Zeitung steht aber ausgerechnet das Arbeitsministerium Änderungswünschen noch skeptisch gegenüber: Das Ministerium von Ursula von der Leyen (CDU) ist für Elena mit zuständig.

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insgesamt 173 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
26.11.2010 von kurosawa: dystopie...

eine weniger schöne version europas im jahre 2024 wird einem im film metropia präsentiert. schaut euch mal den trailer auf youtube an. wenn solche datenmonster wie ELENA auf die bevölkerung losgelassen werden, ist [...] mehr...

20.11.2010 von laberhannes: Oo

bei den ganzen löschdiskussionen wird meines erachtens gerne übersehen, daß es einige backups gibt, wie immer bei professioneller datenspeicherung. da kann man gern mal was vergessen, und das grundsätzliche problem, wie beim [...] mehr...

20.11.2010 von theReverendSpeaks: Der Vollständigkeit halber

wie wenig wir alle informiert sind, zeigt die Tatsache, dass hier noch niemand das Projekt "gläserner Schüler", welches seit 2006 vorangetrieben wird, erwähnt hat. Bitte mal diesen Begriff googeln und staunen. Oder [...] mehr...

20.11.2010 von openklaus: Schlaumeier oder NUR VERSCHWÖRUNGSTHEORIE

Schön zu wissen, dass zwei unabhängige Personen den gleichen Gedanken entwickeln können.... JA ich bin mir ebenfalls ganz sicher, dass diese "ELENA" nur einen Zweck hatte: "einen tiefen Einblick in den Kosmos der [...] mehr...

20.11.2010 von Ursprung: Von Buergern zu sperrende Politiker

Die gesamte Politiker und Beamten-Mischpoke, die sowas wie "Elena" verbricht oder auch nur duldet, gehoert ausgewechselt und ersetzt durch Bedienstete der Buerger,die hinkunftig nur noch das realisieren duerfen und [...] mehr...

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