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06.07.2010
 

Überhitzter Immobilienmarkt

Harvard-Professor sieht Anzeichen für China-Crash

Skyline des Shanghaier Bezirks Pudong: Gefahr für die chinesische Wirtschaft?Zur Großansicht
AFP

Skyline des Shanghaier Bezirks Pudong: Gefahr für die chinesische Wirtschaft?

Steuert China mit Volldampf in die Krise? Obwohl die Zentralregierung die Hürden für den Hauskauf immer höher baut, lässt sich der Crash des Immobilienmarktes nach Überzeugung des Harvard-Professors Rogoff nicht mehr vermeiden - seiner Überzeugung nach steht der Kollaps sogar kurz bevor.

Peking - In China beginnt nach Einschätzung des früheren IWF-Chefökonomen Kenneth Rogoff der Zusammenbruch des Immobilienmarktes. Der startende Kollaps werde dem Bankensystem zu schaffen machen, sagte der weltweit geachtete Harvard-Professor am Dienstag Bloomberg TV.

Die chinesische Bankenaufsicht CBRC hatte bereits Mitte Juni davor gewarnt, dass viele Kredite im Immobiliensektor notleidend werden könnten. "Die Solidität des Bankensektors wird durch faule Kredite auf eine Probe gestellt", zitiert der Bericht den CRBC-Vorsitzenden Liu Mingkang. Gerade bei den Immobilien ist das Problem aber auch ein Stück weit hausgemacht. Denn es werden zahlreiche Immobilienprojekte in China von Banken unterstützt, obwohl sie nicht sonderlich lukrativ erscheinen.

Dadurch erwachse auch eine große Gefahr für die heimische Wirtschaft, hieß es in dem Jahresbericht der Kommission, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die CBRC machte vor allem die "unvernünftige Kreditvergabe" der Banken für das Problem verantwortlich. Das Risikomanagement bei einigen Banken sei unangemessen gewesen, heißt es.

Einnahmequelle für Regionalregierungen

Anders als Rogoff rechnet Mao Yushi, Gründer und Präsident des Pekinger Wirtschaftsinstituts Unirule, allerdings erst in einem oder in zwei Jahren mit ernsten Verwerfungen. Im vergangenen Jahr hatten chinesische Banken umgerechnet mehr als eine Billion Euro an Krediten in die Wirtschaft gepumpt, um die Folgen der Krise zu bekämpfen.

Der Immobilienmarkt wird insbesondere von den Lokalregierungen angeheizt, die einen großen Teil ihrer Einnahmen aus Landverkäufen an Immobilien-Entwickler beziehen. Die Konkurrenz der Regionen untereinander verstärkt den Effekt noch, so dass sich Land- und Immobilienpreise gegenseitig in die Höhe treiben, ohne den tatsächlichen Marktwert zu berücksichtigen.

Die Zentralregierung versucht seit einigen Monaten gegenzusteuern, etwa durch die Vorschrift, dass Käufer von Häusern oder Apartments höhere Anzahlungen leisten müssen. Wer sich etwa eine zweite Wohnung zulegen möchte, der muss 40 Prozent des Kaufpreises vorab bezahlen, bei der dritten sind es 60 Prozent. Gleichzeitig wurden die Rabatte bei den Hypothekenzinsen für Erstkäufer reduziert und für Zweitkäufer gänzlich gestrichen.

Aktienmarkt nur kurz irritiert

Trotzdem haben die Investitionen in Immobilien in den ersten vier Monaten des Jahres um 36,2 Prozent zugenommen. Und trotz der höheren Mindestreserven befördern die Staatsbanken den Boom weiterhin fleißig mit Krediten. Die Kreditsumme in diesem Bereich erhöhte sich allein im April gegenüber dem Vorjahreswert nochmals um 24,1 Prozent.

Die Anleger in Fernost ließen sich durch die jetzt noch einmal verschärften Warnungen Rogoffs ebenfalls nur sehr kurzfristig beeindrucken. Nach anfänglichen Verlusten drehte der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 0,8 Prozent auf 9338 Zähler ins Plus. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,2 Prozent auf 847 Punkte. Auch die Börsen in Taiwan, Südkorea und Singapur, Hongkong und Shanghai verzeichneten Gewinne.

Schwung gaben Kursgewinne an den Börsen in China, die in diesem Jahr arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Analysten zufolge griffen die Anleger ausgerechnet bei Banken- und Immobilientiteln zu.

mik/Reuters

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insgesamt 17 Beiträge zum Forum...
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07.07.2010 von rkinfo: China und die Welt

China wächst weil es hauptsächlich als Billiglohnland und begrenzt durch Innovationen (Transrapid serienfertig entwickelt ?, Infrastrukturbau ) am Markt auftritt. Auch wir in 'D' hatten unser Wirtschaftswunder solange wir den [...] mehr...

07.07.2010 von bfz: China is voll Geil und so

[QUOTE=markus_wienken;5819259]Es stimmt dass wenige sehr sehr reich werden, wie überall auf der Welt. Sieht man sich das Einkommen der Gesamtbevölkerung an, so hat sich hier in den letzten 30 Jahren sehr sehr viel getan. Und zwar [...] mehr...

07.07.2010 von SchneiderG: KPCH = Korrupte Partei China's

---Zitatende--- Nicht wirklich. Es wird gebaut, vieles steht leer, die Mietpreise stiegen aber trotzdem. Grund hierfür sehe ich, daß viele (die meisten?) Investitionen durch Schwarzgeld entstehen bzw. entstanden sind. Den [...] mehr...

07.07.2010 von SethGecko: hurra china

Da verregnen Sie hier jetzt aber die schoene "Hurra China"-Parade. In China, Sie Jammerlappen und Neidhammel, da ist alles besser! Da wird durchregiert im wahrsten Sinne und nicht lang rumgemacht, die Wirtschaft laeuft [...] mehr...

06.07.2010 von markus_wienken: .

Ja und Nein. Die Regierung in Peking wird allgemein schon als kompetent angesehen. Die lokale Obrigkeit wird als durch und durch korrupt bezeichnet (was meist auch stimmt) Ich glaube nicht dass die chin. Regierung so [...] mehr...

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