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09.07.2010
 

Mini-Teuerung

Statistiker widerlegen Inflationspropheten

Einkauf im Supermarkt: Butter teurer, Süßigkeiten billigerZur Großansicht
ddp

Einkauf im Supermarkt: Butter teurer, Süßigkeiten billiger

Regierungen und Notenbanken pumpten Milliarden in die Märkte, Experten in ganz Europa fürchteten deshalb eine große Inflation. Doch die Sorge ist offenbar unberechtigt: Im Juni lag die Teuerungsrate in Deutschland bei gerade mal 0,9 Prozent - nach den Maßstäben der EZB herrscht Preisstabilität.

Berlin/Wiesbaden - Die Preise in Deutschland steigen wieder langsamer. Verbraucher mussten für ihre Lebenshaltung im Juni 0,9 Prozent mehr ausgeben als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte und damit seine Schätzung vom Juni bestätigte. Im Mai hatte die Inflationsrate noch 1,2 Prozent betragen. Im Vergleich zum Mai stiegen die Verbraucherpreise im Juni den Berechnungen zufolge um 0,1 Prozent.

Wie in den Vormonaten wurde die Teuerungsrate den Statistikern zufolge maßgeblich durch die starken Preiserhöhungen bei Heizöl und Sprit bestimmt: Kraftstoffe wurden im Schnitt 11,4 Prozent teurer. Allein Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin kosteten 8,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Bei leichtem Heizöl lag der Anstieg sogar bei 23,5 Prozent. Mineralölprodukte herausgerechnet, stiegen die Preise lediglich um 0,4 Prozent. Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen, mit einem Plus von 1,2 Prozent aber verhaltener. Teurer wurde vor allem Butter, günstiger waren dagegen Süßwaren zu haben.

Dagegen sanken den Angaben zufolge die Gaspreise. Der Gaspreis ist meist an den Rohölpreis gebunden, folgt ihm aber mit einem Abstand von etwa einem halben Jahr. Da der Ölpreis zwischenzeitlich deutlich gesunken war, senkten auch viele Gasversorger ihre Tarife. Inzwischen sind die Kosten für Öl wieder deutlich gestiegen - die Gaspreise dürften in den kommenden Monaten folgen.

Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 0,1 Prozent an. Nach Definition der Europäischen Zentralbank herrscht damit Preisstabilität. Die Notenbanker sehen stabile Preise bei Werten bis knapp zwei Prozent gewährleistet. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte am Donnerstag, dass die Preisentwicklung moderat bleiben wird. Vor allem am Binnenmarkt sei der Inflationsdruck niedrig.

mik/AFP/Reuters

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18.07.2010 von KaWiDu: Erklärung

Oh, Sie haben mich missverstanden, wenn Sie meine Worte als Aufforderung verstanden haben. Es ist nur so, dass wir nur dann investieren können, wenn wir Konsumverzicht betreiben. Was genau wir in welchem Umfang tun [...] mehr...

17.07.2010 von rabenkrähe: Ausrufen genügt nicht

.... Ausrufen können sie viel, die Ökonomie geht ihre eigenen Wege. Die Inflation ist im übrigen schon lange da, man muß sich nur die Entwicklung der Rohstoffpreise in den letzten 15 Monaten anschauen! Die USA haben ja auch [...] mehr...

17.07.2010 von urban_grandier: das kreutz mit dem kreislauf

Was wenn diese Maschinen Cell Phones produzieren? Wir das mit dem 'wir' nicht gleich ein bisschen problematisch? mehr...

17.07.2010 von KaWiDu: Antwort auf den Nachtrag

Wir haben vom Sparen geredet, da ist der Begriff Staat schon richtig. Wenn wir über Geldmenge/Geldpolitik/Inflation/... reden, dann ist Währungsunion besser. Diese Worte implizieren, dass der Bürger sein Geld ausschließlich in [...] mehr...

17.07.2010 von KaWiDu: Aber das kann ja auch nett sein.

Auch das stimmt. Allerdings ist das in der VWL eine Binsenweisheit: Die Summe des Geldes und die Summe der Güter sind in ihrem Wert gleich. Wenn mehr produziert wird bei gleichbleibender Geldmenge, dann werden Güter billiger [...] mehr...

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