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09.07.2010
 

Studie über Fehlzeiten

Welche Jobs krank machen

Ranking: Die ungesundesten Berufe
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DDP

Müllmänner fehlen fast sechs Wochen pro Jahr wegen Krankheit, das ist deutscher Rekord. Auch in anderen Berufen steigt laut einer AOK-Studie die Zahl der stressbedingten Ausfälle. Nur Hochschullehrer und Ingenieure haben kaum Fehlzeiten - SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Jobs krank machen.

Hamburg - Die Deutschen haben Rücken. Das Leiden von Hape Kerkelings Kunstfigur Horst Schlämmer ist mit Abstand der Krankheitsgrund Nummer eins. In allen Berufsgruppen fehlen die Beschäftigten am häufigsten wegen Problemen mit Muskulatur und Skelett. Das hat eine Untersuchung der AOK ergeben, die Krankenkasse hat für ihren jährlichen Bericht die Fehlzeiten ihrer 9,7 Millionen Versicherten ausgewertet.

Zugenommen haben in den vergangenen Jahren aber vor allem die psychischen Erkrankungen, sagt Helmut Schröder, Herausgeber der Studie. Sie sind mittlerweile für 8,6 Prozent der Fehlzeiten verantwortlich - Platz vier der wichtigsten Krankheiten. Zudem fallen Arbeitnehmer bei stressbedingten Erkrankungen die längste Zeit am Stück aus: "Bei einer Atemwegserkrankung fehlt ein Beschäftigter im Schnitt 6,5 Tage, bei einer psychischen Erkrankung sind es fast 23 Tage", erläutert Schröder.


Die "Zeit" widmet dem Thema Burn-out in dieser Woche ihre Titelgeschichte. Kopfschmerzen, Magen-Darm-Störungen, erhöhter Blutdruck, Herzrasen und Schweißausbrüche gehören demnach zu den ersten Warnzeichen. Typisch seien auch "erhöhter Konsum von Nikotin, Alkohol und Rauschmitteln, Missbrauch von Beruhigungs- und Aufputschmitteln". Wer die Symptome ignoriert, dem drohe der seelische Zusammenbruch, "die Kranken verlieren die Kontrolle über ihr Leben", schreibt die "Zeit".

Doch trotz zunehmender psychischer Erkrankungen - die meisten Krankheitstage fallen immer noch bei körperlich anstrengenden Berufen an. Straßenreiniger und Müllmänner fehlten laut AOK 2009 im Schnitt 28,8 Tage. Es folgen Waldarbeiter und Krankenpflegehelfer mit rund 25 Tagen. Auch Jobs im Baugewerbe liegen deutlich über dem AOK-Durchschnitt von 17,3 Tagen.

In dieser Branche wie auch in der Land- und Forstwirtschaft gibt es überdurchschnittlich viele Fehlzeiten wegen Verletzungen sowie Leiden an Muskulatur und Skelett. In der Dienstleistungs- und Verwaltungsbranche sind dagegen psychische Erkrankungen überrepräsentiert. Die wenigsten Fehlzeiten haben Hochschullehrer (4,9 Tage) und Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus (6,3 Tage).

Ältere Arbeitnehmer sind laut AOK seltener krank, insgesamt aber länger. Frauen fehlen häufiger wegen Atemwegserkrankungen und Depressionen, Männer wegen Verletzungen und Leiden an Muskulatur und Skelett. Eine Übersicht der Fehlzeiten der einzelnen Berufe finden Sie in der Fotostrecke oben.

cte

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Die neuesten Beiträge:
22.07.2010 von Dopamin: Echt niedlich...

Jup, unterschreibe ich sofort. Oh, wie nu, wer ist nun für diese Prävention zuständig? Der AG, der doch gern länger von der Arbeitskraft (körperlich oder geistig kann ja egal sein) des AN profitieren möchte, oder ist der AN [...] mehr...

15.07.2010 von Gertrud Stamm-Holz:

Noch mehr Schutzkleidung? Ein Ganzkörperkondom, damit in der Hitze auch noch der letzte Wehrhafte von den Tritten fällt? Die müssen mit Reflektoren ihren Job machen. Mit nix am Körper lässt man die Leute nicht arbeiten. mehr...

15.07.2010 von Hans Meier: Mal wieder eine falsche Interpretation des Textautors...

... nur "... weil die meisten Mediziner privat versichert sein dürften, muss der Wert in der AOK-Studie daher relativiert werden...", unterstreicht eindrucksvoll die Inkompentenz des Autors. "Dürfte" stellt [...] mehr...

13.07.2010 von Evoken: Re

Können Sie auch nicht, den Ausgleich erhält der AG von der Krankenkasse und verrechnet das mit Ihrem Gehalt. Deswegen sehen Sie auch nichts davon auf Ihrem Lohnzettel. Ansonsten sind aber noch die von Mocs genannten Punkte zu [...] mehr...

10.07.2010 von J_Müller: .

Dann konsultieren Sie noch einmal Ihr Lohnbüro. Die Umlage U1 bezahlt das Unternehmen komplett für alle Angestellten. Die GKV erstattet nur maximal 80% (gestaffelt je nach gewähltem U1-Prozentsatz und GKV-Modus) des [...] mehr...

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