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12.07.2010
 

Kritik an Krankenkassen

CDU will Finanzierung von Homöopathie prüfen

CDU-Abgeordneter Jens Spahn: "Darüber können wir sofort reden"Zur Großansicht
DDP

CDU-Abgeordneter Jens Spahn: "Darüber können wir sofort reden"

Krankenkassen übernehmen die Kosten für Naturheilverfahren, aber wie lange noch? Die Union zeigt sich offen für einen Finanzierungsstopp. Das hat der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach gefordert - er nennt das Verhalten der Kassen unverantwortlich.

Berlin - Die CDU prüft eine Streichung von Homöopathie als Kassenleistung. CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn sagte der "Berliner Zeitung", seine Fraktion sei offen dafür, gesetzlichen Kassen die Finanzierung von Homöopathie zu streichen. "Wir haben Wahltarife für Homöopathie seinerzeit auf Wunsch von SPD und Grünen eingeführt", sagte Spahn der Zeitung. "Sollte die SPD veränderungsbereit sein, können wir sofort darüber reden."

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach, hatte das Verhalten der Krankenkassen im SPIEGEL als unverantwortlich bezeichnet. Da "viele Patienten glauben, die Kassen zahlen nur das, was auch nachweisbar hilft", würden sie die Homöopathie adeln. Lauterbach fordert daher, homöopathische Behandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen zu streichen.

Die Grünen lehnen dies ab. Fraktionschefin Renate Künast sagte der "Berliner Zeitung", die "pauschale Kritik an der Homöopathie" verkenne, dass selbst die Schulmedizin in vielen Fällen auf die industrielle Nachahmung von Heilmitteln zurückgreife. Die Kosten für Homöopathie stünden daher in keinem Verhältnis zu den Summen, die für die Schulmedizin ausgegeben würden. "Wer die Kosten im Gesundheitswesen dämpfen will, sollte sich dort um die großen Mitnahmeeffekte kümmern, die keinen praktischen Nutzen für die Patienten haben", sagte Künast.

cte/AFP

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insgesamt 12181 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
16.09.2010 von Krassopateras:

Na dann erzählen Sie mal wieviel Sie einzahlen. Vermutlich hatte ich in meiner aktiven Zeit wesentlich mehr eingezahlt. mehr...

16.09.2010 von Neuer Debattierer:

Quatsch,die Ärzte streiken nicht für den Erhalt der Hausverträge, denn die will niemand abschaffen. Die Ärzte streiken dagegen, dass die Honorare in den Hausarztverträgen nicht stärker steigen sollen als die allgemeine [...] mehr...

16.09.2010 von Neuer Debattierer:

Das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt. Es geht darum, dass von Ärzteseite ständig suggeriert wird, die Kassenärzte müssten in vielen Regionen mit weniger Honorar auskommen als vor der Reform 2009. Tatsächlich [...] mehr...

16.09.2010 von pigmentosa: komisch

wenn es den Ärzten so schlecht geht, warum studieren dann so viele für diesen Beruf?? Niemand zwingst sie. Wenn nicht die Bevölkerung in Jahrzehnten so erzogen worden wäre, bei jeder Kleinigkeit [...] mehr...

16.09.2010 von Jurist45_: Tränen, nichts als Tränen

Natürlich ist er das nicht, aber was sagen Sie den Krankenschwestern? Geht es denen anders? Erzählen Sie DENEN mal was von 90.000€! Richtig! Deswegen haben Sie auch Verantwortung - den Menschen gegenüber. Genauso wie die [...] mehr...

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