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14.07.2010
 

Teure Arztbesuche

Regierungsberater fordern Patienten-Abgabe

Behandlung beim Arzt: Zwingende Beteiligung von PatientenZur Großansicht
ddp

Behandlung beim Arzt: Zwingende Beteiligung von Patienten

Patienten sollen künftig einen Teil ihrer Arztrechnung aus der eigenen Tasche bezahlen - und so eher auf teure Behandlungen verzichten. Dies fordert eine Beraterkommission der Bundesregierung. Auch den Preiskampf zwischen den Apotheken wollen die Experten verschärfen.

Berlin - Patienten könnten schon bald einen Eigenanteil an ihren Behandlungskosten übernehmen müssen - zumindest, wenn es nach der regierungsnahe Monopolkommission geht. Das Gesundheitssystem solle "um ein Element einer zwingenden Beteiligung von Patienten an den von ihnen verursachten Kosten" ergänzt werden, sagte der Kommissionsvorsitzende Justus Haucap am Mittwoch in Berlin.

Bislang entschieden sich Patienten unabhängig von Kostenerwägungen für bestimmte Behandlungen. Eine allgemein verpflichtende Eigenbeteiligung könne dazu beitragen, die Kostenexplosion im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Auch hier müsse aber das Solidarprinzip gelten, dass Gutverdiener stärker belastet werden als sozial Schwache.

Die Kommission, die die Bundesregierung in Fragen der Wettbewerbspolitik und Regulierung berät, will außerdem einen Preiskampf zwischen Apotheken zugunsten der Patienten schüren. "Wir empfehlen einen sanften Preiswettbewerb auch bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln", sagte Haucap.

Die vorgeschriebene feste Zuzahlung bei Medikamenten für gesetzlich versicherte Patienten solle wegfallen. Stattdessen sollten die Apotheken bis zu einer bestimmten Obergrenze selbst eine Gebühr für ihre Dienstleistungen erheben. Dadurch könnte ein "wirksamer Preiswettbewerb zwischen den Apotheken ermöglicht werden".

Die Bundesapothekenkammer kritisierte den Vorstoß, weil er zu uneinheitlichen Arzneimittelpreisen führe. "Nicht der Geldbeutel darf darüber entscheiden, ob jemand vor der Einnahme eines rezeptpflichtigen Medikaments umfassend informiert wird oder nicht", sagte Präsidentin Erika Fink.

Die Monopolkommission sprach sich auch dafür aus, Apothekenketten zuzulassen. Des erhöhe ebenfalls den Wettbewerb zugunsten der Patienten. Bislang darf ein Apotheker maximal vier Filialen betreiben.

jok/Reuters

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Die neuesten Beiträge:
16.09.2010 von Krassopateras:

Na dann erzählen Sie mal wieviel Sie einzahlen. Vermutlich hatte ich in meiner aktiven Zeit wesentlich mehr eingezahlt. mehr...

16.09.2010 von Neuer Debattierer:

Quatsch,die Ärzte streiken nicht für den Erhalt der Hausverträge, denn die will niemand abschaffen. Die Ärzte streiken dagegen, dass die Honorare in den Hausarztverträgen nicht stärker steigen sollen als die allgemeine [...] mehr...

16.09.2010 von Neuer Debattierer:

Das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt. Es geht darum, dass von Ärzteseite ständig suggeriert wird, die Kassenärzte müssten in vielen Regionen mit weniger Honorar auskommen als vor der Reform 2009. Tatsächlich [...] mehr...

16.09.2010 von pigmentosa: komisch

wenn es den Ärzten so schlecht geht, warum studieren dann so viele für diesen Beruf?? Niemand zwingst sie. Wenn nicht die Bevölkerung in Jahrzehnten so erzogen worden wäre, bei jeder Kleinigkeit [...] mehr...

16.09.2010 von Jurist45_: Tränen, nichts als Tränen

Natürlich ist er das nicht, aber was sagen Sie den Krankenschwestern? Geht es denen anders? Erzählen Sie DENEN mal was von 90.000€! Richtig! Deswegen haben Sie auch Verantwortung - den Menschen gegenüber. Genauso wie die [...] mehr...

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