Berlin - Für den Sprecher der Senatsverwaltung für Finanzen, Daniel Abbou, sind die Mitarbeiter der städtischen Steuerfahndung wahre Helden. Sie schleppten sich zur Arbeit trotz 37 Grad im Schatten und trotz der stickigen Luft in ihrer Behörde.
Am Tag zuvor hatte der Chef des Finanzamts für Fahndung und Strafsachen seinen Mitarbeitern per E-Mail angeboten, sie sollten selbst entscheiden, wie lange sie sich noch dienstfähig fühlten. Das Berliner Dienstrecht sieht allerdings kein Hitzefrei vor, insofern gibt es, formalrechtlich betrachtet, kaum eine Möglichkeit, die Mitarbeiter von der Arbeit freizustellen.
Für Abbou gibt es jedoch eine Fürsorgepflicht, der der Leiter der Steuerfahndung mit der E-Mail in besonderer Weise nachgekommen sei. "Diese Behörde hat keine Klimaanlage, und wir behandeln unsere Bediensteten eben besser als die Bahn einen Teil ihrer Fahrgäste."
Die Anzahl der ausgefallen Dienststunden schätzt Abbou dennoch als gering ein. "Ein Großteil der Mitarbeiter ist sowieso in Urlaub", erklärt er. Und von den Übriggebliebenen hätten weniger als zehn Mitarbeiter von dem Angebot Gebrauch gemacht und sich ein kühleres Plätzchen in der Stadt zurückgezogen.
mik/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Staat & Soziales | RSS |
| alles zum Thema Berlin | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH