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20.07.2010
 

Reform

Ärztehonorare sind um bis zu 25 Prozent gestiegen

Hausarzt bei der Arbeit: Protest gegen die Pläne der RegierungZur Großansicht
AP

Hausarzt bei der Arbeit: Protest gegen die Pläne der Regierung

Ist der Protest der Hausärzte gegen die Gesundheitsreform übertrieben? Laut "Handelsblatt" sind die Vergütungen für Mediziner seit 2007 deutlich gestiegen - in Norddeutschland sogar um ein Viertel. Allerdings schnitten andere Regionen weitaus schlechter ab.

Berlin - Die Hausärzte laufen Sturm gegen die Pläne von Philipp Rösler. Der FDP-Gesundheitsminister will ihnen ursprünglich zugesagte Honorarerhöhungen wieder streichen. Doch aktuelle Auswertungen der Krankenkassen zeigen, dass die deutschen Kassenärzte wenig Grund zur Klage haben. So sind die Arzthonorare laut "Handelsblatt" in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen.

Die Vergütungen für die 150.000 Fachärzte und Allgemeinmediziner hätten sich seit 2007 um 11,3 Prozent erhöht, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Daten des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). In einigen Regionen habe das Plus sogar deutlich höher gelegen. So erhielten Hamburgs Mediziner 25,4 Prozent mehr.

Die Einkommensverbesserungen seit 2007 seien Folge der Honorarreform, die die Große Koalition 2008 auf den Weg gebracht habe, schreibt das "Handelsblatt" weiter. Sie dürfte nach Schätzungen des GKV-Spitzenverbands dazu führen, dass sich das Durchschnittseinkommen, also der Umsatz, der Mediziner in diesem Jahr auf 164.000 Euro im Jahr erhöht; 2007 habe es noch bei 142.000 Euro gelegen.

Bayerns Ärzte verzeichnen nur ein Plus von 3,5 Prozent

Doch der Streit zwischen der Bundesregierung und den Medizinern um die lukrativen Hausarztverträge eskaliert derzeit. Zahlreiche Ärzte haben mit Praxisschließungen gedroht, sollte der Gesundheitsminister wie bereits angekündigt die bislang höheren Honorare in den Verträgen auf das normale Vergütungsniveau senken.

Allerdings sind die regionalen Unterschiede bei den Vergütungen sehr hoch. Neben Hamburg hätten auch die Honorare von Medizinern in anderen Regionen Norddeutschlands und den neuen Bundesländern um mehr als 20 Prozent über dem Vergleichszeitraum von 2007 gelegen. Mit deutlich geringeren Zuwächsen müssen sich allerdings die Ärzte im Süden des Landes begnügen. So hätten Bayerns Ärzte nur ein Plus von 3,5 Prozent verzeichnet.

yes/dpa-AFX/AFP

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16.09.2010 von Krassopateras:

Na dann erzählen Sie mal wieviel Sie einzahlen. Vermutlich hatte ich in meiner aktiven Zeit wesentlich mehr eingezahlt. mehr...

16.09.2010 von Neuer Debattierer:

Quatsch,die Ärzte streiken nicht für den Erhalt der Hausverträge, denn die will niemand abschaffen. Die Ärzte streiken dagegen, dass die Honorare in den Hausarztverträgen nicht stärker steigen sollen als die allgemeine [...] mehr...

16.09.2010 von Neuer Debattierer:

Das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt. Es geht darum, dass von Ärzteseite ständig suggeriert wird, die Kassenärzte müssten in vielen Regionen mit weniger Honorar auskommen als vor der Reform 2009. Tatsächlich [...] mehr...

16.09.2010 von pigmentosa: komisch

wenn es den Ärzten so schlecht geht, warum studieren dann so viele für diesen Beruf?? Niemand zwingst sie. Wenn nicht die Bevölkerung in Jahrzehnten so erzogen worden wäre, bei jeder Kleinigkeit [...] mehr...

16.09.2010 von Jurist45_: Tränen, nichts als Tränen

Natürlich ist er das nicht, aber was sagen Sie den Krankenschwestern? Geht es denen anders? Erzählen Sie DENEN mal was von 90.000€! Richtig! Deswegen haben Sie auch Verantwortung - den Menschen gegenüber. Genauso wie die [...] mehr...

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