Hamburg - Sie sind schwer bewaffnet mit Maschinengewehren, Raketenwerfern und Enterwerkzeug. Ihre Beute jagen Sie auf hoher See. Moderne Seeräuber gehen brutal und ohne Skrupel vor - und avancieren so zum Schrecken der globalen Schifffahrt.
Das Piraterieproblem bereitet der Transportbranche schon länger Kopfzerbrechen. Doch in den vergangenen Jahren wurde aus gelegentlichen Überfällen eine Massenplage. Wurden früher lediglich Besatzungen ausgeraubt und Fracht gestohlen, verlegen sich die Seeräuber inzwischen auf Menschenraub - und stellen immer höhere, millionenschwere Lösegeldforderungen.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass das Problem immer größer wird. 2009 wurden weltweit mehr als 400 Attacken gezählt. Drei Jahre in Folge ist die Zahl der Angriffe zuvor kontinuierlich gestiegen, rechnet der Beobachtungsposten des Londoner International Maritime Bureau (IMB) in Kuala Lumpur vor. Mehr als 1000 Seeleute wurden laut IMB 2009 als Geiseln genommen. 68 wurden verletzt, acht kamen ums Leben.
Gefahrenzone Nummer eins ist das Seegebiet vor Somalia sowie der Golf von Aden. Die Region zählt zu den am meisten befahrenen Seegebieten weltweit. Sämtliche Schiffe, die für die Europa-Fernost-Passage den Suezkanal nutzen, müssen auch an Aden und der Nordküste Somalias vorbei. In guten Zeiten sind das mehr als 20.000 Frachter, Tanker und Containertransporter pro Jahr. Hinzu kommen kleinere, regionale Transporter, Passagierschiffe und private Yachten.
Insgesamt passieren laut Schätzungen pro Jahr bis zu 30.000 Schiffe die gefährliche Region. Insgesamt 217 von ihnen wurden allein im vergangenen Jahr von somalischen Piraten attackiert - eine Zahl, die innerhalb weniger Jahre um mehr als 300 Prozent gestiegen ist. Mehr als die Hälfte der weltweiten Angriffe entfällt damit inzwischen auf dieses Seegebiet.
Die spektakulären Raubzüge haben einen einfachen, wirtschaftlichen Grund: Piraterie ist für junge Männer im vom Bürgerkrieg zerstörten Somalia ein äußerst lukratives Geschäft. Wie lukrativ, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gerade in einer umfassenden Studie analysiert: Demnach beträgt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen weniger als 300 Dollar pro Jahr. Ein erfolgreicher Pirat streicht pro Entführung Gewinne von 10.000 bis 15.000 Dollar ein.
Wie gehen die Piraten vor, wie reagiert die Schifffahrt - und wie kann man der Seeräuberei Einhalt gebieten? SPIEGEL ONLINE klärt die wichtigsten Fragen zur modernen Seeräuberei.
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das kann einen schon ein wenig verwirren denke ich. schön das es ihnen gut geht. unschön finde ich nur, dass sie offensichtlich ein gnadenloser egoist sind, der unfähig ist über seinen tellerrand zu sehen. ich hoffe [...] mehr...
in ihrem bericht steht: zitat: 3. Teil: Wie teuer wird die Piraterie für die Reedereien? Für die Reedereien hat das handfeste wirtschaftliche Folgen. Genaue Zahlen über die ökonomischen Schäden, die die Piraterie [...] mehr...
Na, auf welchem Schiff sind sie denn gefahren? mehr...
Vielleicht sollte damit angefangen werden, auf den Schiffen ein Alkoholverbot einzufuehren. Es ist relativ riskant wenn die Seeleute waehrend der Durchfahrt von Kriegsgebieten an- bzw. betrunken sind. Auch liessen sich mit einem [...] mehr...
Mittlerweile ist dieses Gerede von „robusten“ Mandaten nicht mehr auszuhalten; dabei wäre es so einfach: Man entsendet Marineverbände in die Gegend, mit der Weisung Seeräuber, wo auch immer sie auch gefunden werden, schlicht und [...] mehr...
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