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28.07.2010
 

Offshore-Ausbau

Röttgen drückt bei Hochsee-Windparks aufs Tempo

Fotostrecke: Offshore Windpark Alpha Ventus
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DDP / DOTI / Matthias Ibeler

Vorstoß des Bundesumweltministers: Damit bis Ende 2011 die Investoren für zehn Megaprojekte in Nord- und Ostsee feststehen, will Norbert Röttgen der Branche Staatsbürgschaften gewähren - und ungeklärte Fragen bei der Netzanbindung rasch klären.

Berlin - Der Bundesumweltminister will die Windkraft stärker als bislang fördern. "Ich werde mich für Bürgschaften einsetzen, die von Offshore-Windenergie-Unternehmen beantragt werden können", sagte Norbert Röttgen dem "Hamburger Abendblatt". Ähnlich hatte er sich schon zu Wochenbeginn bei Gesprächen mit Branchenvertretern in Cuxhaven und Bremerhaven geäußert.

Dem "Abendblatt" sagte der CDU-Politiker, er wolle Investitionen in Windkraftanlagen auf See und auf dem Land erleichtern. Nur so könne die von Anlagenherstellern, Windparkbetreibern und finanzierenden Banken geforderte Planungssicherheit geschaffen werden. Die verbesserten Investitionsbedingungen sollen entsprechend "für die Planung und den Bau der Anlagen, über die Förderung der Einspeisung des Stroms, bis hin zum Netzausbau auf hoher See und der Netzanbindung auf dem Land" gelten.

Am Montag hatte Röttgen angeregt, eine Konferenz einzuberufen, um die Netzanbindung der geplanten Windparks vor der deutschen Küste klären zu lassen. Neben der Investitionsunsicherheit sind ungeklärte Fragen bei der Netzanbindung das größte Hemmnis für den Ausbau der Offshore-Windkraft.

Mit diesen Maßnahmen will Röttgen bis Ende 2011 feste Investitionsentscheidungen für zehn Windparks in Nord- und Ostsee erreichen. Er halte an dem Ziel fest, in zehn Jahren über 10.000 Megawatt und in 20 Jahren über 25.000 Megawatt an Offshore-Winderenergie zu verfügen (siehe Tabelle unten).

"Ich glaube, dass wir eine nahezu vollständige Stromversorgung durch erneuerbare Energien bis 2050 erreichen können", sagte der Minister. "Das Rückgrat wird mit rund 50 Prozent die Windenergie onshore und offshore sein."

Leitszenario der Bundesregierung: Prognose zur Stromerzeugung durch erneuerbarer Energien
Jahr 2008 2009 2010 2015 2020 2025 2030
Wasserkraft 4,38 4,39 4,40 4,52 4,67 4,80 4,94
Windenergie 23,89 25,77 27,74 36,65 45,75 55,15 64,56
davon onshore 23,89 25,70 27,53 33,65 35,75 37,65 39,56
davon offshore 0,07 0,21 3,00 10,00 17,50 25,00
Fotovoltaik 5,98 9,78 15,78 34,28 51,75 57,38 63,00
Biomasse 5,41 5,89 6,25 7,72 8,92 9,40 9,88
Geothermie 0,003 0,007 0,013 0,10 0,30 0,65 1,01
EU-Stromverbund - - - - 0,58 3,58 6,58
EE-Strom gesamt 39,66 45,84 54,19 83,82 111,39 128,33 143,39
EE-Strom gesamt plus EU-Stromverbund 39,66 45,84 54,19 83,82 111,97 130,91 149,97
Stand: Juni 2010, Basisszenario Installierte elektrische Leistung in Gigawatt (GW); Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Institut für Technische Thermodynamik, Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), Ingenieurbüro für neue Energien (IFNE)

ssu/ddp/Reuters

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insgesamt 27 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
30.07.2010 von Frederik72: Achso

Das ist also der Grund warum wir keinen Strom aus Frankreich, Tschechien, Schweden, Österreich, Schweiz, etc. kaufen können. Weil es kein europäisches Stromnetz geben kann. Deshalb kann die Idee von Desertec auch nicht [...] mehr...

30.07.2010 von M. Michaelis: ...

Das was da beschrieben wird mit dem was Sie vorschlagen wenig gemein. Man kann das nicht skalieren. Und wirtschaftlich sinnvoll war es im Vergleich zu einem Wechselstromnetz auch nicht. Abgesehen davon dass man ständig mit [...] mehr...

29.07.2010 von Kapnix: kT

Weil es ein ausgebautes Stromnetz gibt. mehr...

29.07.2010 von Roller: Warum ist heute alles anders?

Das hier: http://www.subbrit.org.uk/sb-sites/sites/h/hydraulic_power_in_london/index.shtml ist hier schon zigmal widerlegt worden, da haben Sie Recht. Bitte erklären Sie mir nur noch, warum es früher mehr als 100 Jahre lang [...] mehr...

29.07.2010 von M. Michaelis: ...

Dass Ihr hydraulisches Alternativnetz weder physikalisch korrekt, noch wirtschaftlich sinnvoll, noch technisch realisierbar ist hatten wird an anderer Stelle zur Genüge. mehr...

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Im vergangenen Jahr gingen in Deutschland etwa 950 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von fast zwei Gigawatt ans Netz. Das entspricht der Kapazität von zwei Atomkraftwerken. Weltweit ist Deutschland gleichauf mit China und hinter den USA die Nummer Zwei bei der Nutzung der Windenergie; dahinter folgen Spanien und Indien. Trotz Finanzkrise war 2009 ein hervorragendes Jahr für die globale Windbranche, denn die installierte Gesamtleistung stieg um fast ein Drittel auf 158 Gigawatt. Den größten Zubau verzeichneten China (plus 13 Gigawatt) und die USA (plus 10 Gigawatt).

Detaillierte Angaben zur weltweiten Nutzung von Windenergie (pdf)


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