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29.07.2010
 

Studie

Finanzkrise kostet bis zu 52 Milliarden Euro

Verstaatlichte Hypo Real Estate: Teures Engagement des StaatesZur Großansicht
dpa

Verstaatlichte Hypo Real Estate: Teures Engagement des Staates

Teures Nachspiel für deutsche Steuerzahler: Laut einer Studie könnte die Rettung von Banken bis zu 52 Milliarden Euro kosten - im günstigsten Fall wären es immer noch knapp 35 Milliarden Euro.

Berlin - Die Bankenkrise ist zwar vorbei, aber die Rechnungen müssen noch beglichen werden - und das kann sehr teuer werden: laut einer Studie sogar bis zu 51,8 Milliarden Euro. Selbst im besten Falle lägen die Kosten für den Staat bei 34,2 Milliarden. Das geht aus einer Studie des Münchener Wirtschaftswissenschaftlers Christoph Kaserer hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Im Zuge der internationalen Finanzkrise hatte der deutsche Staat sich mit Anteilskäufen und Garantien hinter in Bedrängnis geratene Finanzinstitute gestellt. Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate musste komplett vom Staat übernommen werden, um noch größere Verwerfungen zu verhindern.

Mehrere Einrichtungen hatten daher bereits berechnet, wie teuer das staatliche Engagement für den Steuerzahler wird. Selten war jedoch eine so hohe Summe zusammen gekommen wie jetzt.

Die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die die aktuelle Studie in Auftrag gegeben hatte, forderte daher den raschen Ausstieg des Staates aus den Bankenbeteiligungen. "Die Politik muss das Haftungsrisiko der Steuerzahler minimieren und sich als Eigentümer aus dem Bankensektor konsequent zurückziehen", sagte der Geschäftsführer der Initiative, Hubertus Pellengahr, am Donnerstag in Berlin. Eine so genannte Exit-Strategie müsse bis spätestens 2012 abgeschlossen sein.

Auch Kaserer empfiehlt in seiner Analyse eine rasche Veräußerung der staatlichen Bankanteile. Er betonte, dass auch die jetzt prognostizierten Zahlen für die Bankenrettung nur eine Schätzung seien und durchaus drastischer ausfallen könnten. Andererseits regte Kaserer an, dass sich der Staat auch stärker an den Gewinnen der geretteten Banken beteilige. "Beispiele aus den USA haben gezeigt, dass es sich für den Staat lohnen kann," sagte Kaserer.

yes/ddp

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insgesamt 8 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
29.07.2010 von weltbetrachter: Hoffnung auf andere Zeiten

Da hat sich die Politik mit Steuergeldern bei den Banken engagiert. Das mag in der damaligen Situation im einen oder anderen Fall richtig gewesen sein. Ob jedoch a l l e Bankenrettungsmaßnahmen tatsächlich systemrelevent [...] mehr...

29.07.2010 von kabian: Kann ich nicht zustimmen

Diese Metapher würde ich so nicht unterschreiben, da ich kein Experte bin. Es könnte durchaus herausstellen, das dieses Finanzsystem zum Scheitern verurteilt ist oder auch nicht. Nach meinem Erkenntnisstand ist wohl kein Mensch [...] mehr...

29.07.2010 von bürgerschreck: Die Landesbanken...

... wären auch ohne die Bankenkrise an die Wnad geknallt, daß machen sie doch eh alle Jahre wieder. Politiker, die zu doof sind Gesetzte auch nur zu verstehen(!) - geschrieben werden sie ja sowiso in den Ministerien oder von [...] mehr...

29.07.2010 von Baracke Osama: --

Das bedeutet also, man hat den Untergang des Schiffes nur hinausgezögert, was an dem Grundlegenden Problem nichts ändert. Das System ist zum Scheitern verurteilt, nur können viele keine Alternativen erkennen und versuchen auf [...] mehr...

29.07.2010 von kabian: Das war Billig!

Bis zu 52 Milliarden Euro sind meines Erachtens ein Schnäppchen. Billiger gehts nicht mehr. All die vielen Notnägel, die in die Löcher eingeschlagen worden sind, sind besser, als ein Untergang des Schiffes. Glück gehabt, aber [...] mehr...

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