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30.07.2010
 

Protest gegen Ausbeutung

Textilarbeiter in Bangladesch wollen höhere Löhne

Bangladesch: Gewaltsamer Protest der Textilarbeiter
Fotos
REUTERS

Sie verdienen 19 Euro pro Monat und stellen Kleidung für den Westen her: In Bangladesch arbeiten 2,5 Millionen Menschen in Textilfabriken. In der Hauptstadt Dhaka kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen - obwohl die Regierung den Mindestlohn erhöhen will.

Dhaka - In Bangladesch haben Tausende Textilarbeiter gegen die Ausbeutung durch die Fabrikbesitzer demonstriert. Bei den Kundgebungen in der Hauptstadt Dhaka kam es laut Polizei zu Gewaltausbrüchen. Demonstranten plünderten, sie warfen Scheiben ein und setzten Geschäfte in Brand.

Bereits seit Monaten gehen in Bangladesch Menschen auf die Straße, um für höhere Löhne zu kämpfen. Rund 2,5 Millionen Menschen arbeiten in den Textilfabriken des südasiatischen Landes. Wegen der extrem niedrigen Löhne lassen dort auch zahlreiche internationale Bekleidungsfirmen produzieren - etwa der Jeans-Hersteller Levi Strauss, die Kette H&M und der Textildiscounter Kik.

Am Freitag blockierten nach Polizeiangaben Demonstranten die wichtigste Verbindungsstraße in Dhaka. Einige warfen mit Steinen. Rund 5000 Menschen protestierten im Bezirk Gulshan in Dhaka, wo viele Diplomaten und ausländische Hilfsorganisationen ihre Büros haben. Einige Demonstranten hätten dort zudem Autos angezündet und Geschäfte geplündert, erklärte die Polizei. Demnach waren hunderte Beamte im Einsatz, die mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Menge vorgingen.

Die Regierung hatte am Dienstag angekündigt, den Mindestlohn für die Arbeiter anzuheben. Bislang galt in Bangladesch der niedrigste Industrielohn weltweit: Knapp 1700 Taka (etwa 19 Euro) verdienten die Arbeiter damit bislang pro Monat, nun sollen es 3000 Taka (etwa 34 Euro) sein.

Die Arbeiter hatten jedoch eine Erhöhung auf 5000 Taka im Monat verlangt. Die Gewerkschaften der Textilarbeiter wiesen den Mindestlohn am Freitag als zu niedrig zurück: "Die Regierung hat nur getan, was die Textilfabrik-Besitzer wollen", sagte die Chefin der Textilarbeitergewerkschaft, Mosherafa Mishu.

cte/AFP

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31.07.2010 von duanehanson: Echt jetzt?

Man darf mit einer jüdischen Jeans in eine christliche Kirche rennen? DAs nenne ich mal einen Fortschritt! mehr...

30.07.2010 von volkmargrombein: Protest gegen Ausbeutung: Textilarbeiter in Bangladesch kämpfen für höhere Löhne

Wer dieser Tage in ARTE die Reportage über die Arbeitsbedingungen in Bangladesch und in Indien gesehen hat, den musste eine beispiellose Wut über die Oberflächlichkeit der Verantwortlichen in der gesamten Warenkette überkommen. [...] mehr...

30.07.2010 von CHANGE-WECHSEL: Christen = Sklaventreiber

Die USA und die Europäer haben nie die Sklaverei oder die Leibeigenschaft abgeschafft, sondern nur in andere Länder verlagert. Und Woche für Woche rennen wir mit unseren von Sklaven gefertigter Levi-Jeans und anderer Kleidung [...] mehr...

30.07.2010 von Morgenstern064: Viel zu verlieren

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30.07.2010 von sozialer Bürger: Kein Titel

Richtig. Das bedeutet aber, das nicht nur KIK , sondern auch H&M , C&A und wie sie alle heissen , boykottiert werden müssen. Dazu gehören auch die Jeans von Levis Strauss, die Klamotten von Adidas , Nike , Puma etc,etc. [...] mehr...

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