Berlin - Jahrelang haben die Arbeitgeber mit Lohnerhöhungen gegeizt - das soll sich jetzt ändern: Peter Bofinger zumindest spricht sich für deutliche Steigerungen der Gehälter aus. Der Wirtschaftsweise fordert eine durchschnittliche Erhöhung der Gehälter um mindestens drei Prozent.
Die Zurückhaltung der vergangenen Jahre habe dazu beigetragen, dass die Volkswirtschaften der Euro-Zone auseinanderdrifteten, sagte der Ökonom der "Rheinischen Post". Der Unterschied müsse durch höhere Lohnabschlüsse in Deutschland und niedrigere Abschlüsse in den weniger wettbewerbsfähigen Ländern Südeuropas ausgeglichen werden, sagte Bofinger.
Die Forderung von mindestens drei Prozent ergebe sich aus dem Produktivitätszuwachs von einem Prozent sowie der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Inflationsrate von nahe zwei Prozent.
Derzeit liegt die Teuerungsrate allerdings deutlich unter den von Bofinger erwähnten zwei Prozent. Im Juli waren es laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts 1,1 Prozent. Experten sagen für das laufende Jahr eine durchschnittliche Inflationsrate von einem Prozent voraus, nach 0,4 Prozent im Krisenjahr 2009.
Die Arbeitgeber lehnen Forderungen nach kräftigen Lohnerhöhungen aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs ab. "Wir dürfen den derzeitigen wirtschaftlichen Aufschwung auf gar keinen Fall belasten oder gefährden", sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt am Sonntag im Deutschlandfunk. Die Beschäftigten profitierten bereits jetzt vom Auslaufen der Kurzarbeit. Zudem habe die moderate Lohnpolitik der Vergangenheit dazu geführt, dass Firmen die Krise relativ gut überstanden hätten.
CSU-Chef Horst Seehofer sagte dagegen, er verstehe die Forderungen der Arbeitnehmer. In der Krise seien die Gewerkschaften ungeheuer verantwortungsvoll gewesen. Gewerkschaften hatten in den vergangenen Tagen für ihre Zurückhaltung in der Krise einen Nachschlag gefordert.
ssu/Reuters
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Die lumpigen 3% können die sich sonstwo hinschieben. Ich habe auch meinen Stolz. Lasse mich doch nicht kaufen. Entweder 100%.....oder der Deal läuft nicht. Und dabei kommen die noch billig weg, um das was die uns schon [...] mehr...
Ob es wirklich gewollt ist, ist so eine Frage, erstmal liegt es an einem Arbeitsmarkt, der sich mit einem satten Überangebot präsentiert. Komisch nur, daß bei allen Hilfestellungen in der Krise gar nicht auf der Agenda stand, [...] mehr...
... aus Sicht der Politiker heist "entlastet" man nimmt Ihnen noch mehr Geld weg, damit Sie dann nicht so "belastet" sind :-)) mehr...
Ich bin völlig Ihrer Meinung. Aber nun zu Ihren Fragen: Warum haben Unternehmen Oberwasser? Weil es politisch so gewollt ist. M.Sommer, DGB-Chef, ist doch das Beste was einer Wirtschaftsliberalen Regierung passieren kann. [...] mehr...
Ich werde seit Jahren um viel Geld entlastet. Also alle "normalen" AN werden um Milliarden entlastet. Schaut einfach auf die Girokonten, die sind sowas von entlastet :-) mehr...
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