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11.08.2010
 

Deal mit Tschechien

Nordkorea will Schulden mit Ginseng bezahlen

Ginsengwurzeln: Die Pflanze verspricht Gesundheit und ein langes Leben Zur Großansicht
dpa

Ginsengwurzeln: Die Pflanze verspricht Gesundheit und ein langes Leben

Es ist ein skurriles Geschäft: Nordkoreas Diktator Kim Jong Il möchte die Kredite seines Landes in Naturalien bezahlen - statt 500.000 Dollar soll Tschechien bis zu 20 Tonnen der Heilpflanze Ginseng erhalten. Die Regierung in Prag ist nicht abgeneigt, verlangt aber zusätzlich noch etwas Zink.

Hamburg - Ginseng gilt als Wunderpflanze: Die Knolle soll fit, stark und gesund machen. Nordkorea, einer der größten Ginseng-Anbauer, möchte die wilde Wurzel laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" ("FTD") jetzt auch zur Begleichung seiner Schulden beim einstigen Bruderstaat Tschechien einsetzen.

Die Regierung in Pjöngjang steht bei anderen Ländern mit insgesamt zwölf Milliarden Dollar in der Kreide - das Atomprogramm ist teuer, das Land ist international isoliert und vom Kapitalmarkt abgeschnitten. So kam Kim Jong Il laut "FTD" auf die Idee, Ginseng zum Zahlungsmittel zu machen. Schließlich wurde die Knolle früher in Gold aufgewogen.

Das Angebot aus Nordkorea: Pjöngjang schickt 12 bis 20 Tonnen Ginseng nach Prag, dafür erlässt das osteuropäische Land dem Regime fünf Prozent seiner Schulden - umgerechnet rund 500.000 Dollar. Dem Zeitungsbericht zufolge zieht die Regierung von Ministerpräsident Petr Necas diesen ungewöhnlichen Deal tatsächlich in Erwägung. Zu Sowjetzeiten waren die Länder eng verbunden und versorgten sich mit Lastwagen und Maschinen.

Tschechien bereitet das Geschäft allerdings noch etwas Bauchschmerzen - der Ginsengverbrauch des Landes liegt nämlich bei gerade mal 1,4 Tonnen pro Jahr. Auf der anderen Seite sind 20 Tonnen Wunderwurzel immer noch besser als nichts. Laut "FTD" versucht die Prager Regierung daher noch, Kim Jong Il zu weiteren Zugeständnissen zu bewegen. "Wir haben versucht, ihn davon zu überzeugen, beispielsweise eine Schiffsladung Zink zu schicken. Die könnten wir immerhin zu Geld machen", zitiert die Zeitung den tschechischen Vizefinanzminister Tomas Zidek.

lgr

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Die neuesten Beiträge:
13.08.2010 von markus_wienken: .

Dass Spekulationsgeschäfte eine Mitschuld tragen will ich nicht ausschließen, aber in erster Linie liegt es immer noch an den Ländern selbst die Nahrungsmittelproduktion zu sicher. Denen bringe ich in diesem Aspekt die [...] mehr...

13.08.2010 von SVW80: Offensichtlich

steht "Hr. Kim" ja direkt hinter Ihnen. Anders kann ich mir Ihre Postings hier nicht erklären. Dann grüßen Sie ihn mal schön. In Deutschland ballt man dazu die rechte Hand zur Faust und richtet dann den Mittelfinger [...] mehr...

13.08.2010 von laosichuan: Viel Hunger in der Welt, wenig in Korea

Hunger gibt es leider viel auf der Welt, und den wesentlichen Anteil am Anstieg des Hungers auf der Welt letztes Jahr hatten die Banker in den USA und auch in Deutschland. In vielen Staaten, dazu gehört z.B. Indien, schert sich [...] mehr...

12.08.2010 von Feuerlöscherde: so

Eine Definition von Unabhängigkeit wäre die Möglichkeit, zur Verteidigung atomare Waffen einsetzen zu können. Viele Staaten sind unter diesem Aspekt *nicht* unabhängig, Sie sind also abhängig davon in einem Militärbündnis zu [...] mehr...

12.08.2010 von markus_wienken: .

Ja Ja und, Spott und Satire ist auch als Meinungsfreiheit bekannt. Herrrr Kim, der sein Volk hungern läßt darf man auch hassen dürfen. Außerdem ist Haß strafrechtlich nicht relevant. Es gibt auch immer noch (wenige) [...] mehr...

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Länderlexikon Nordkorea

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 24,346 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Choe Yong Rim

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Nordkoreas Atomprogramm

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Nordkoreas Atomprogramm

Anfänge

Genfer Rahmenabkommen 1994

Sechs-Parteien-Gespräche ab 2003

Atombomben- und Raketentests


Nord- und Südkorea

Nordkorea und Kim Jong Il

REUTERS
Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.

Die Teilung Koreas

Korea-Krieg

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