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17.08.2010
 

Börsenprofi-Umfrage

Experten fürchten Wachstumsschwund im Herbst

Papierproduktion: Sparsame Handelspartner sorgen für geringe NachfrageZur Großansicht
dpa

Papierproduktion: Sparsame Handelspartner sorgen für geringe Nachfrage

Die Konjunktur hat ihren Höhepunkt überschritten - davon jedenfalls sind die Börsenprofis überzeugt, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung für seine monatliche Erhebung befragt hat. Der Indikator des Instituts sank überraschend stark.

Mannheim - Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten ist im August deutlicher zurückgegangen als befürchtet. Die Erwartungen seien um 7,2 Punkte auf 14 Punkte zurückgegangen, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mit. Volkswirte hatten im Vorfeld sogar mit einem leichten Anstieg von 21,2 Punkten im Vormonat auf 21,9 Zähler gerechnet.

Damit liegen die Konjunkturerwartungen bereits den zweiten Monat in Folge unter ihrem langfristigen Durchschnitt von 27,4 Punkten. Im Juli bereits war der Index um 7,5 Punkte auf 21,2 Punkte gesunken.

"Der Rückgang des Indikators deutet nun darauf hin, dass das enorme Wachstum des zweiten Quartals nicht aufrecht erhalten werden kann", sagte der Wirtschaftsweise und ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Aufgrund der deutschen Exportabhängigkeit geht das größte Risiko für die Konjunktur von einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wichtiger Außenhandelspartner, wie etwa den anderen Euro-Ländern und den USA, aus."

Konjunktur in der Euro-Zone stabiler

In der Euro-Zone stellte sich das Bild etwas anders als in Deutschland dar: So stiegen die Konjunkturerwartungen für den Währungsraum um 5,1 Punkte auf 15,8 Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbessert sich um 13,5 Punkte auf minus 13,0 Punkte.

Die aktuelle Situation der deutschen Wirtschaft bewerteten die Investoren und Analysten dagegen wie in den vergangenen 15 Monaten besser. Dieses Barometer kletterte um 29,7 auf 44,3 Punkte. Experten hatten hier einen Anstieg um 23 Zähler vorausgesagt.

Im Frühjahrsquartal hatte die deutsche Wirtschaft überraschend kräftig zugelegt: Das Wachstum von 2,2 Prozent zum Winter war das stärkste seit rund zwei Jahrzehnten. Ökonomen rechnen nun für das Gesamtjahr 2010 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von drei Prozent und mehr. Als unstrittig unter Experten gilt allerdings, dass sich die Konjunkturdynamik mit Auslaufen der weltweiten Staatshilfen abkühlt. Das dürfte auch die exportorientierte deutsche Wirtschaft zu spüren bekommen.

mik/Reuters/dpa-AFX

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Lieber Münchener,wenn Sie einen Vergleich zwischen Schröder und Merkel anstellen,dann sollten Sie aber nicht nur das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vergleichen! Wie sieht es denn z.B.mit den Arbeitslosenzahlen in der Ära [...] mehr...

14.01.2011 von Knippi2006:

Nun, China hat sein 500 Mrd. Konjunkturprogramm leider erst nach der OECD-Prognose aufgelegt. Das zumindest fehlte der OECD. Im übrigen sind Prognosen hinsichtlich wirtschaftlicher Entwicklung über längere Zeiträume ohnehin [...] mehr...

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