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26.08.2010
 

Griechenland

Behörden suchen Phantomrentner

Ausverkauf in Athen: Behörden suchen nach ungerechtfertigten AusgabenZur Großansicht
DPA

Ausverkauf in Athen: Behörden suchen nach ungerechtfertigten Ausgaben

Im überschuldeten Griechenland fördert die verschärfte Kontrolle der Staatsfinanzen auch kuriose Ausgaben zutage: Das Ministerium für Arbeit und Soziales hat entdeckt, dass unter den Rentnern rund 8500 Menschen älter als hundert Jahre sein müssten. Jetzt sucht man dort Belege für Rentenbetrug.

Athen - Die ersten Ergebnisse der Untersuchung lassen das Ausmaß des Rentenbetrugs erkennen: In mindestens 320 Fällen wurde die Rente an Bankkonten gezahlt, auf denen keine anderen Transaktionen mehr stattfinden oder bei denen Kinder und andere Bevollmächtigte der bereits seit Jahren Verstorbenen die Rente kassierten.

Das bürokratische Chaos in den Behörden erlaubte in einigen Fällen sogar die Auszahlung von Renten an Menschen, die älter als 110 Jahre sein sollten, berichtete der staatliche Rundfunk am Donnerstag. Jetzt werde die Sache unter die Lupe genommen, hieß es aus Kreisen des Ministeriums für Arbeit und Soziales. Es wird vermutet, dass es mindestens tausend solcher Fälle geben könnte.

"Wir prüfen jetzt gründlich alle Renten für diese Altersgruppe", sagte der griechische Vizeminister für Arbeit und Soziales, Giorgos Koutroumanis. Er kündigte an, der Staat werde juristisch gegen alle vorgehen, die "vergessen hatten" den Tod eines Verwandten zu melden und dementsprechend die Rentenzahlung zu stoppen.

Das gleiche Problem treibt auch die japanischen Behörden um. Sie hatten jüngst eine landesweite Aktion gestartet, um den Verbleib und das Wohlergehen sämtlicher in Japan registrierter Älterer zu klären. Auslöser war der Fund des Skeletts eines vor Jahrzehnten verstorbenen Mannes in Tokio, dem die Stadt eigentlich zu seinem 111. Geburtstag gratulieren wollte. Im Fall des Mannes ermittelt die Polizei derzeit wegen Betrugs, da die Regierung seinen Angehörigen weiterhin die Rente auszahlte.

Allein in der Stadt Kobe im Westen des Landes sei der Verbleib von 105 der insgesamt 847 Menschen ungeklärt, die über hundert Jahre alt sind, sagte ein Vertreter der Stadt. In Osaka werden derzeit 64 von 857 über Hundertjährigen vermisst.

Zu der Sorge um die älteren Menschen kommt die Befürchtung der Behörden, dass Angehörige das japanische Sozialsystem ausnutzen, um für ihre verstorbenen Familienmitglieder weiterhin Bezüge zu kassieren.

mik/dpa

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Hätte man vor 20 oder 30 Jahren in Griechenland angefangen zu sparen, die Steuern zu erhöhen und die Korruption zu bekämpfen, so hätte der griechische Staat den jetzigen Staatsbankrott vermeiden gekonnt; jetzt aber hilft nichts [...] mehr...

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Wie stolz verkündete Ulla Schmidt, dass die Lebenserwartung in Deutschland praktisch jährlich steige. Ein Zeichen für unser gutes Gesundheitssystem. Nun kommen auch andere Erklärungen in Betracht. mehr...

26.08.2010 von Robert B.: x

Ich bin der festen Überzeugung das die deutschen Rentenkassen auch reichlich Rente bezahlt an welche die ebenfalls " vergessen" wurden abzumelden. Am meisten sicher Auslandsrentner. Da lässt es sich am leichtesten [...] mehr...

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