Nürnberg - Sie kümmern sich um ihre Kinder, pflegen Angehörige, bilden sich weiter, nehmen an Fördermaßnahmen teil - oder arbeiten und brauchen trotzdem Arbeitslosengeld II für den Lebensunterhalt: Mehr als die Hälfte der fünf Millionen Hartz-IV-Empfänger zwischen 15 und 64 Jahren fangen mit ihrer Zeit etwas an. Das zeigte eine repräsentative Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Sie basiert auf Befragungen von mehr als 10.000 Hartz-IV-Empfängern, also auf Selbstauskünften, und trägt den Titel: "ALG-II-Bezug ist nur selten ein Ruhekissen" ( pdf). Die Überschrift fasst auch das Ergebnis im wesentlichen zusammen.
Demnach sind nur etwa 60 Prozent der Arbeitslosengeld-II-Empfänger überhaupt verpflichtet, sich eine Arbeitsstelle zu suchen. Und die große Mehrheit von ihnen tut das auch: sie bemühen sich tatsächlich um einen Job, "teils auf vielfältige Weise", betonten die Arbeitsmarktexperten.
Doch die Erfolgsaussichten seien gering - nur etwas mehr als ein Viertel der Jobsuchenden sei in dem Befragungszeitraum von vier Wochen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Nach Ansicht der Experten ist das ein Zeichen dafür, dass es nicht an mangelnder Motivation liege, wenn Langzeitarbeitslose ohne Job blieben und auf staatliche Hilfe angewiesen seien. Die meisten Hartz-IV-Empfänger sind der Studie zufolge sogar bereit, auch eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen.
Es gibt sie, die Arbeitslosen, die sich nicht kümmern, aber es sind wenige
Mehr als 80 Prozent der Bezieher von Arbeitslosengeld II haben es allerdings schwer auf dem Arbeitsmarkt: Sie sind oft schlecht ausgebildet bzw. haben nur geringe Qualifikationen vorzuweisen, sind gesundheitlich angeschlagen, haben einen Migrationshintergrund oder sind alleinerziehend.
Die Aufstocker sind die größte Gruppe unter den Hartz-IV-Empfängern: Der Studie zufolge hat fast ein Drittel, 29,3 Prozent, der Befragten einen Job und erhält ergänzende Unterstützung. Ähnlich viele, nämlich 28,8 Prozent kümmern sich um Kinder, die jünger sind als sieben Jahre. Das sind vor allem Frauen.
Zugleich gebe es aber auch rund 350.000 Menschen, die sich der Verpflichtung entziehen einen Job zu suchen. Denn sie müssen sich weder um Kinder oder um die Pflege von Verwandten kümmern noch bildeten sich selbst weiter. "Diese Gruppe besteht zu großen Teilen aus älteren Hilfebedürftigen und beschreibt sich als gesundheitlich stark eingeschränkt", heißt es dazu in der Zusammenfassung der Studie. Die Analyse deute darauf hin, dass es "sich dabei mehrheitlich um Entmutigte handelt und um Personen, bei denen die Arbeitsfähigkeit hergestellt oder geklärt werden muss."
Die Motivation der meisten Hartz-IV-Empfänger sei hoch, stellen die Forscher fest: "Sie weisen der Arbeit einen hohen Stellenwert zu". Sie empfehlen zur besseren Vermittlung keine "härtere Gangart gegenüber den Grundsicherungsempfängern", wie sie schreiben, sondern ein "individuelles Eingehen" auf die persönliche Situation. Dafür brauche es allerdings mehr Personal.
In Deutschland gibt es den Angaben zufolge derzeit mehr als 6,4 Millionen Hartz-IV-Empfänger, rund 5 Millionen sind zwischen 15 und 64 Jahren alt.
otr/dpa/AFP
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Kann ich sagen. Kneipe (kostet Geld auch wenn diese recht annehmbare Preise hat), grillen (da machen die Leute nur im Sommer mit und Fleisch ist nicht billig), Lanpartys (gut da schmeißen wir immer zusammen), Konzerte (gut auch [...] mehr...
Und was ist mit Pflegen des sozialen Umfeldes? Auch Freunde oder Kollegen genannt? Das kostet alles auch Geld selbst wenn diese nur zu sich einlädt und die meisten Menschen machen mehr als nur zu bei Freunden rumzusitzen [...] mehr...
Ich besitze gar kein Fahrrad, für die paar mal im Jahr in denen ich das nutzen würde, wäre mir die Anschaffung zu kostspielig. Ich widerspreche mir nicht, ich liege auf der Couch rum da ich mir die Freizeitaktivitäten denen [...] mehr...
Nicht jeder Mensch hat die gleichen Freizeitbeschäftigungen. Ich für meinen Teil lese ungern Bücher. Schwimmen gehe ich gerne, aber ich meide die Sonne, somit fällt der Rest schonmal weg. Und selbst wenn, bis ich mit dem [...] mehr...
Dir wird man das Schlimmste nachsagen, mit deiner Einstellung. Du hast im Sparschwein nachzuschauen, ob du nicht noch einen Beitrag leisten kannst. mehr...
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