Berlin - Die schwarz-gelbe Koalition erwägt eine Erhöhung der Tabaksteuer. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion prüft eine schrittweise Anhebung bis 2015 um insgesamt 50 Cent pro Zigarettenpackung. Das berichten "Financial Times Deutschland" und die "Bild"-Zeitung übereinstimmend. Die Erhöhung soll jährlich in Zehn-Cent-Schritten erfolgen. Mit den zusätzlichen Einnahmen von bis zu 1,3 Milliarden Euro pro Jahr sollen geplante Steuervereinfachungen gegenfinanziert werden.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten sagte der "Bild": "Wir brauchen eine umfangreiche Steuervereinfachung." Die Steuerausfälle sollten teilweise durch eine "moderate Anhebung der Tabaksteuer" ausgeglichen werden.
Der Marktführer in der Zigarettenbranche in Deutschland, Philip Morris, lehnt die Steuerpläne nicht grundsätzlich ab: "Gegen eine moderate Steuererhöhung würden wir nicht kämpfen", sagte Ralf Lothert, Mitglied der Geschäftsführung von Philip Morris. Allerdings müssten die Hersteller ausreichend Zeit zur Umstellung der Zigarettenautomaten bekommen. Eine höhere Tabaksteuer dürfe außerdem keine Arbeitsplätze gefährden.
cte/AFP
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